Sunrise: Harter Wettbewerb bremst Wachstum

Sunrise wurde im vergangenen Jahr gebremst – von der Konkurrentin Swisscom, die den Kunden günstigere Handytarife angeboten hat. Sunrise ist mit Umsatz und Betriebsgewinn dennoch zufrieden.

Ladenschriftzug Sunrise

Bildlegende: 1,18 Millionen Menschen hatten bis Ende 2012 ein Handy-Abonnement bei Sunrise abgeschlossen. Keystone/Archiv

Der Umsatz von Sunrise kletterte um 4,2 Prozent auf 2,07 Milliarden Franken. Das Plus ist vor allem der Übernahme des  IT-Kommunikationsunternehmens Nextina One zu verdanken. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um 3,9 Prozent auf 631 Millionen Franken. Das ist der höchste Betriebsgewinn in der Geschichte von Sunrise.

Bremser wegen Swisscom

Allerdings ist das Wachstum nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 2011 hatte Sunrise noch ein Plus von 13 Prozent erzielt. Zwar gewinne Sunrise noch gut an Neukunden, aber diese bekämen billigere Preise, so ein Sunrise-Sprecher.

Branchenprimus Swisscom hatte seine Konkurrentinnen Sunrise und Orange mit einer Offensive bei der Handytarifstruktur überrascht, welche die Preise unter Druck setzte. Sunrise musste nachziehen und die Tarife ebenfalls senken.

Mobilfunk weniger stark gewachsen

Im Mobilfunk wuchs der Umsatz weniger stark als im 2011, das Plus betrug 2,9 Prozent. Stärker war das Wachstum im Festnetz, wo der Umsatz um 8,3 Prozent stieg. Beim Internetgeschäft nahm der Umsatz nur um 1,1 Prozent zu.

Noch keinen grossen Einfluss auf den Umsatz hatte das TV-Angebot, das Sunrise seit einem Jahr anbietet. 38'400 Kunden sind schon aufgeschaltet worden, 8000 weitere Kunden haben bestellt.

Unter dem Strich konnte Sunrise dennoch den Gewinn von 10,7 Millionen auf 19,2 Millionen Franken beinahe verdoppeln. Grund ist eine deutlich geringere Steuerlast.