Valentin Vogt, wie weiter mit der EU?

Wie weiter mit der EU? Valentin Vogt, der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, sagt es deutlich: «Wenn wir Abkommen von uns aus kündigen, dann ist das ein Fehler, denn da hängen die Bilateralen I dran.» Die Schweiz müsse vielmehr bei Verhandlungen ihre Trümpfe in die Waagschale werfen.

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«Die Wirtschaft wird nicht Hand bieten für politische Spiele»

1:32 min, vom 6.6.2014

«Die Masseneinwanderungsinitiative wird uns in den nächsten Jahren beschäftigen. Die grosse Frage ist, wie können wir diese umsetzen und trotzdem sicherstellen, dass die Wirtschaft zu ihren Fachkräften kommt», sagt Valentin Vogt, Präsident Schweizerischer Arbeitgeberverband.

Valentin Vogt, Präsident Schweizerischer Arbeitgeberverband.

Bildlegende: Valentin Vogt, Präsident Schweizerischer Arbeitgeberverband. Keystone

Christoph Blocher sagte in der «Rundschau», die Schweiz sollte das Abkommen der Personenfreizügigkeit kündigen. Dazu Vogt: «Wenn wir Abkommen von uns aus kündigen, dann ist das ein Fehler, denn da hängen alle Abkommen der Bilateralen I dran. Ich denke, wir müssen erst mal ein Verhandlungsmandat formulieren. Auf der einen Seite muss das eine Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit beinhalten und auf der anderen Seite müssen wir ein paar andere Trümpfe, die wir haben, auch noch auf die Waagschale werfen.»

Es gebe Spielräume in der Umsetzung der Umsetzung der Initiative, so Vogt. «Wir müssen eine pragmatische Lösung suchen, die eine Chance hat, von der EU auch akzeptiert zu werden. Für politische Spiele wird die Wirtschaft nicht Hand bieten.»