Swiss Life verliert im traditionellen Geschäft

Das erste Halbjahr ist für den Lebensversicherer Swiss Life kein Zuckerschlecken gewesen. Erträge aus Prämien, Gebühren und Einlagen brachen gegenüber der Vorjahres-Periode um fast acht Prozent ein. Dennoch fiel ein Betriebsgewinn von 729 Millionen Franken an.

Der Lebensversicherer Swiss Life hat im ersten Halbjahr etwas mehr verdient. Unter dem Strich fuhr der Konzern einen Gewinn von 500 Millionen Franken ein. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Swiss Life mitteilt.

Emblem der Lebensversicherung «Swiss Life» an weisser Wand in Zürich. Eine Passantin schreitet daran vorüber.

Bildlegende: Swiss Life kehrt dem traditionellen Lebensversicherungs-Geschäft zunehmend den Rücken. Reuters

Dabei legte der Betriebsgewinn um 5,3 Prozent auf 729 Millionen Franken zu. Und dies, obwohl die verbuchten Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen um 7,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Franken schrumpften.

Tiefzins nagt am Kerngeschäft

Laut Swiss-Life-Chef Patrick Frost ist dies der «konsequenten Ausrichtung auf profitables Wachstum und dem Fokus auf den Ausbau des Kommissions- und Gebührengeschäfts zu verdanken.»

Swiss Life setzt immer stärker auf die Vermögensverwaltung und das Dienstleistungsgeschäft, während das Geschäft mit der traditionellen Lebensversicherung zurückgefahren wird. Dies, weil Letzteres angesichts des Tiefzinsumfelds zunehmend weniger Ertrag abwirft.

Analysten waren zu pessimistisch

Die Kommissions- und Gebührenerlöse wuchsen demgegenüber um sechs Prozent auf 656 Millionen Franken. Das Unternehmen sieht sich bei den Zielen für 2016 gut auf Kurs.

Mit den Halbjahreszahlen hat Swiss Life die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen: Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Betriebsgewinn von 692 Millionen Franken und einem Reingewinn von 481 Millionen Franken gerechnet.