Swiss: Mehr Passagiere, mehr Gewinn und doch kein Jubel

Die Fluggesellschaft transportierte mehr Passagiere und machte mehr Flüge als in der Vorjahresperiode. Aber: Sie nahm weniger Geld pro Passagier ein. Die Fluggesellschaft steht deshalb unter Druck.

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Sinkende Margen bei Swiss

0:38 min, aus Tagesschau am Mittag vom 30.10.2014

Die Swiss hat im dritten Quartal einen Gewinn von 141 Millionen Franken erzielt. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Lufthansa-Tochter mitteilte. Der Betriebsertrag blieb mit 1,399 Milliarden praktisch gleich (+0,3 Prozent).

Dem stabilen Umsatz steht ein Anstieg der Passagierzahl um 3,4 Prozent und eine leicht höhere Zahl von Flügen gegenüber. Die Swiss hat pro Passagier also weniger eingenommen als noch vor einem Jahr. Dafür waren die Flugzeuge aber etwas besser ausgelastet. Der so genannte Sitzladefaktor erhöhte sich im im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 87,9 auf 88,4 Prozent.

Wettbewerbsdruck und starker Franken

Die Swiss schreibt in ihrem Communiqué denn auch von einem Zerfall der Durchschnittserlöse und von einem Wettbewerbsdruck im europäischen Flugverkehr. Zudem haben gemäss Swiss auch der starke Franken und die instabile Lage in Destinationen wie der Ukraine die Erträge belastet.

Alles in allem entsprach der Geschäftsgang der Swiss von Juli bis September jenem der Monate davor. Für die ersten neun Monate des Jahres weist die Swiss einen Anstieg des Betriebsertrages um 0,3 Prozent aus. Insgesamt hat die Swiss damit in diesem Jahr 3,917 Milliarden eingenommen.

Der Neun-Monate-Gewinn fiel mit 259 Millionen zwar 24 Prozent über dem Niveau des Vorjahres aus. Das ist aber hauptsächlich auf eine Änderung der Abschreibungspolitik des Mutterkonzerns Lufthansa zurückzuführen.