Twitter streicht fast jede zehnte Stelle – und Vine

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den nächsten grossen Stellenabbau angekündigt. Etwa neun Prozent der weltweiten Belegschaft sollten entlassen werden. Auch die Video-App Vine wird wegen Kostendruck begraben.

Twitter-Logo und Menschen mit Handy

Bildlegende: Die Zahl der aktiven Nutzer, die sich mindestens einmal pro Monat einloggen, ist auf 317 Millionen gestiegen. Keystone

Um profitabel zu werden, will der Kurznachrichtendienst Twitter rund neun Prozent der weltweiten Belegschaft entlassen. Zuletzt hatte Twitter etwa 3860 Mitarbeiter.

Der Abbau ist Teil eines strukturellen Umbaus, der vor allem auf Verkauf und Marketing zielen und helfen soll, 2017 profitabel zu werden, so das Unternehmen.

Um Kosten zu senken, wird zudem die Video-App Vine eingestellt.

Davon ist man derzeit noch weit entfernt: Für das dritte Quartal meldete Twitter einen Verlust von 103 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum war ein Minus von 131 Millionen Dollar angefallen.

Den Umsatz konnte das Unternehmen um acht Prozent auf 616 Millionen Dollar steigern. Damit schwächte sich das Wachstum zwar weiter ab, dennoch wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Das angeschlagene Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr bei der Rückkehr des Mitgründers Jack Dorsey an die Vorstandsspitze etwa acht Prozent der Jobs gestrichen.