UBS und CS haben eine neue Klage am Hals

Eine US-Aufsichtsbehörde verklagt die UBS, die CS und elf weitere Kreditinstitute. Die Banken sollen sich an den Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor beteiligt haben.

Der Zürcher Paradeplatz mit der CS und der UBS.

Bildlegende: Neues Ungemach für die beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS. Keystone

Die US-Aufsichtsbehörde für die Genossenschaftsbanken verklagt dreizehn Banken, darunter die beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS. Den Banken wird vorgeworfen, sich an den Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor beteiligt zu haben.

Fünf inzwischen pleitegegangene Genossenschaftsbanken seien wegen der Manipulationen Millionen Dollar an Einnahmen entgangen, teilte die Aufsichtsbehörde National Credit Union Administration mit. «Sie haben weniger Zinseinnahmen erhalten als ihnen zustanden.»

Sprecher der beschuldigten Banken lehnten Stellungnahmen ab oder waren nicht zu erreichen.

Derzeit wird weltweit gegen zahlreiche Kreditinstitute wegen Beteiligung an der Libor-Manipulation ermittelt. Mehrere Banken mussten bereits hohe Summen zahlen. Darunter die UBS mit der Rekordbusse von 1,4 Milliarden Franken verdonnert.

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Libor soll in Zukunft in New York festgelegt werden

1:26 min, aus Tagesschau vom 9.7.2013

Bei den nun beschuldigten Banken handelt es sich neben Credit Suisse und UBS um JPMorgan, Lloyds -Bank, WestLB, Royal Bank of Scotland, Cooperatieve Centrale Raiffeisen Boerenleenbank, Norinchukin Bank, Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, HBOS, Société Génerale und die Royal Bank of Canada.

Libor und Euribor

Der Libor wird täglich in London aus den Meldungen von Banken ermittelt und stellt den durchschnittlichen Zinssatz dar, zu dem sich die Institute untereinander Geld leihen. Der Euribor ist das Pendant in der Eurozone. Allein auf dem Libor beruhen Finanzgeschäfte im Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar.