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Der kleine Tesla ist da Über eine halbe Million Vorbestellungen für den Elektroflitzer

Die allerersten Kunden haben das 35'000-Dollar teure Model 3 erhalten. Rollt Elon Musk nun endlich in die schwarzen Zahlen?

Legende: Audio Tesla Model 3 auf dem US-Markt abspielen.
2:29 min, aus HeuteMorgen vom 28.07.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Produktionsstart vor drei Wochen wurde das Model 3 von Tesla am Freitagabend (Ortszeit) an die ersten 30 Kunden übergeben. Es gibt offenbar mehr als 500'000 Vorbestellungen.
  • Mit dem Model 3 für 35'000 Dollar will Tesla-Gründer Elon Musk in den Massenmarkt einsteigen und damit nach 14 Jahren erstmals schwarze Zahlen schreiben.
  • Im August sollen 100, im September bereits 1500 Fahrzeuge gebaut werden. Im Jahr 2020 will Musk eine Million der neuen Modelle produzieren.

Die Elektroautos von Tesla kosten viel. Nicht so das neue Model 3, das am Freitagabend (Ortzeit) im Werk in Fremont bei San Francisco den ersten 30 Kunden übergeben wurde. Es ist mit einem Startpreis von 35'000 Dollar deutlich günstiger als die bisherigen Luxusmodelle des Autobauers aus dem Silicon Valley.

Noch ist offen, ob es Tesla-Gründer Elon Musk schafft, mit dem Model 3 den Massenmarkt zu erobern. Über mangelndes Interesse kann er sich nicht beklagen, haben doch bereits über 500'000 Fans ein Model 3 vorbestellt, wie Firmenchef Elon Musk sagte. Der Grossteil davon komme aus dem Heimatmarkt USA.

Endlich schwarze Zahlen?

Musk hat grosse Ziele. Im Jahr 2020 will er bereits eine Million der neuen Modelle produzieren. Aber selbst wenn er es schafft, grosse Stückzahlen auf den Markt zu bringen, stellt sich doch die Frage, ob er nach 14 Jahren im Minus nun erstmals Gewinn machen kann.

Denn Musk ist zwar bekannt für grosse Innovationen, aber nicht für eine ökonomische Geschäftspolitik. Dies aber fordern nun auch die Investoren, wie SRF-Wirtschaftsredaktorin Stefanie Pauli erklärt.

Viele Bekenntnisse zum Elektroverkehr

Musk muss laut Pauli nun zeigen, ob er es schafft, viele Autos günstig zu produzieren und breit unters Volk zu bringen: Mit seinem neuen Modell hat er die Automobilbranche auf jeden Fall wachgerüttelt. Auch die herkömmlichen Autobauer kommen in Sachen E-Autos nun langsam in die Gänge.

Frankreich und Grossbritannien haben jüngst angekündigt, Benzin- und Dieselautos bis 2040 zu verbieten und ganz auf Elektroautos zu setzen. Das könnte Tesla zusätzlich Schub geben. Elektroautos haben heute in vielen Ländern einen Anteil von rund einem Prozent, sind also noch nicht wirklich ein attraktives Geschäft.

Hält der Trendsetter durch?

Ein Nischenprodukt werde das Elektroauto kurzfristig noch bleiben, schätzt Pauli. Denn es fehle noch an Infrastruktur, um die Batterien zu laden. Ausserdem sei die Reichweite im Vergleich zu einem Auto mit einem Verbrennungsmotor noch relativ klein.

Mit steigendem politischen Druck wird sich der Anteil der E-Autos in den nächsten zehn bis 20 Jahren aber voraussichtlich deutlich erhöhen. Das dürfte dann wohl auch Tesla zugutekommen. Die Frage ist jedoch, wie lange Musk finanziell durchhalten kann.

108 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Eine Lösung können Elektro-Autos niemals sein.Die einzige Überlebenschance für unsere Welt bietet nicht die alternative Energie, sondern es bleibt zum Überleben nur die Reduktion der Welt-bevölkerung!Die globale Wirtschaft ist darauf aus, dass immer mehr Menschen auf unserer Erde überleben +geboren werden.Denn das ist der Motor der Wirtschaft. Vor allem in den Entwicklungsländern muss für einfacheres Leben +weniger Kinder gesorgt werden +bei uns muss der Bevölkerungsrückgang zugelassen werden.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Mal wieder eine ziehmlich anmassende Forderung von ihnen. In den Industrieländern wurde und wird in Saus und Braus und im Übermass gelebt aber die Entwicklungsländer sollen zu unserem Vorteil ein einfacheres Leben führen. Und wie und durch wen, denken Sie soll für weniger Kinder gesorgt werden? Wein saufen und Wasser predigen, fällt mir da nur ein!!
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    2. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Im übrigen geht es im obigen Artikel um Tesla, aber wie immer versuchen sie die Kurve zu Ausländern, Flüchtlingen oder Migranten zu bekommen, ihrem Lieblingsthema.
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    3. Antwort von Andrea Esslinger (Andrea Esslinger)
      Natürlich muss die Weltbevölkerung schrumpfen, aber was hat das mit einem Visionär und seinem Auto zu tun. Auch ohne Umweltschutz und globale Erwärmung ist ein E-Auto einem Verbrennungsfahrzeug vorzuziehen. Leise, Kraftvoll, Tesla.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Potenzial der Sonnenenergie: Als die größte Energiequelle liefert die Sonne pro Jahr eine Energiemenge von etwa 1,5 · 1018 kWh[6] auf die Erdoberfläche. Diese Energiemenge entspricht mehr als dem 10.000-fachen des Weltenergiebedarfs der Menschheit im Jahre 2010 (1,4 × 1014 kWh/Jahr).(wiki) Und da gibt es noch immer welche, die lieber in der Erde buddeln und das was sie da finden verbrennen. Idiotisch!
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    All die Neider und Besserwisser sollen mal mit ihren "spritfressenden Stinkern" weiter fahren. Irgendwann werden sie erst schräg angeschaut und später folgt Fahrverbot.
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