Unwettern zum Trotz: Bâloise legt beim Gewinn zu

Die Basler Versicherung trotzt den Launen der Natur. Im 1. Halbjahr steigerte sie den Gewinn auf knapp 250 Millionen Franken. Das belebt die Fantasie der Börsianer.

Die Bâloise ist auf Kurs. Die Versicherung konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres beim Gewinn deutlich zulegen. Er wuchs um 12 Prozent auf 245 Millionen Franken. Das Geschäftsvolumen wuchs um 5,1 Prozent auf 5,46 Milliarden Franken, wie der Konzern mitteilte.

Das Versicherungsgeschäft zeigte sich ertragsstark. Trotz des Anstiegs der Flutschäden in Deutschland und den Unwettern in der Schweiz kam die Bâloise im Nichtleben-Geschäft auf einen Schaden-Kosten-Satz von 94,5 Prozent (Vorjahr: 92,6). Je tiefer der Wert, der den Aufwand am Prämienvolumen misst, desto profitabler das Schadengeschäft.

In der Nicht-Leben-Sparte ging der Betriebsgewinn um 3 Prozent auf 224,7 Millionen Franken zurück. Hingegen verdoppelte er sich im Leben-Geschäft um auf 99,4 Millionen Franken. Die Neugeschäftsmarge im Lebensversicherungsgeschäft stieg auf 17,3 Prozent (Vorjahr: 7,1). Des Weiteren steigerte das Bankgeschäft der Bâloise seinen Betriebsgewinn um 12,7 Prozent auf 40,7 Millionen Franken.

Bâloise -Aktie legt deutlich zu

Mit ihren Kapitalanlagen erzielte der Versicherer einen leicht unter dem Vorjahressemester liegenden Nettoertrag von 955,6 Millionen Franken. Die Nettorendite betrug 1,7 Prozent gegenüber 1,8 Prozent im Vorjahr.

Die Bâloise sei «voll auf Kurs», ihre Finanzziele zu erreichen, wird CEO Martin Strobel in der Mitteilung zitiert. Der Konzern strebt einen Schaden-Kosten-Satz von 93 bis 96 Prozent im Nicht-Leben-Geschäft, eine Neugeschäftsmarge von über 10 Prozent in der Lebensversicherung und eine Eigenkapitalrendite von 8 bis 12 Prozent an.

An der Börse gewann die Aktie bis kurz nach 11 Uhr 1,6 Prozent an Wert. Zwischenzeitlich lag sie 2,2 Prozent im Plus.