Eishockey-Deal unter der Lupe UPC Schweiz im Visier der Wettbewerbshüter

TV-Kamera bei einem Eishockeyspiel

Bildlegende: Die Übertragung von Schweizer Eishockeyspielen wird ein Fall für die Wettbewerbskommission. Keystone

  • Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung zur Übertragung von Eishockeyspielen im Bezahl-TV eröffnet.
  • Grund dafür seien Anhaltspunkte für Kartellrechtsverstösse durch die UPC Schweiz GmbH, wie die Weko mitteilt.
  • Geklagt hatte die Swisscom, nachdem sich UPC geweigert hatte, ihr die Übertragung von Eishockeyspielen zu ermöglichen.

Das Weko-Sekretariat hat den Verdacht, dass UPC bei der Übertragung der obersten Schweizer Eishockeyligen ab der Saison 2017/18 im Pay-TV eine marktbeherrschende Stellung haben könnte und diese Stellung möglicherweise missbrauche.

In der Untersuchung geht es vor allem um die Frage, ob UPC konkurrierenden TV-Plattformanbietern, die nicht über das Kabelnetz operieren, die Eishockey-Übertragungen vorenthält.

Der Hintergrund

  • Der Kabelnetzbetreiber UPC hat von der Swiss Ice Hockey Federation für fünf Jahre die Übertragungsrechte für die obersten Schweizer Eishockeyligen erworben.
  • Solche Exklusivrechte können eine marktbeherrschende Stellung begründen.
  • Eine solche könnte UPC missbrauchen, um Konkurrenten im Plattformwettbewerb zu behindern.
  • UPC hat die Aufschaltung des Signals nur den Kabelnetzbetreibern angeboten. 1,5 Millionen Swisscom-Kunden müssten damit nächste Saison auf Live-Eishockey verzichten.