Warum geht Julius Bär nach Mexiko?

Julius Bär sorgt für eine Überraschung: Die Bank übernimmt 40 Prozent eines mexikanischen Finanzberaters. Und steigt damit in den zweitgrössten Markt Lateinamerikas ein. Chef Boris Collardi hat dabei keine Angst, schmutzige Drogengeschäfte ins Unternehmen zu holen.

Julius Bär-Schriftzug

Bildlegende: Julius Bär wagt den Schritt nach Mexiko, dem zweitgrössten Markt für Vermögensverwaltung in Lateinamerika. Keystone

Die grösste Schweizer Privatbank Julius Bär expandiert weiter. Weder die Frankenstärke noch die Rückstellungen im Steuerstreit mit den USA beeinflussen ihre Pläne: Julius Bär steigt bald in Mexiko ein.

Das Land ist der zweitgrösste Markt Lateinamerikas für Vermögensverwaltung - nach Brasilien, wo Bär bereits tätig ist. Offenbar hat die Bank Vertrauen in den aufstrebenden Markt. Obwohl Mexiko wiederholt für negative Schlagzeilen sorgt – wegen Drogenkrieg, Menschenschmuggel oder Korruption.

Schwarzgeld: Statt in den USA nun in Mexiko?

Angst, dass Julius Bär in Mexiko deshalb auf Schwarzgeld stossen würde, hat CEO Boris Collardi jedoch keine: «Wir haben sehr lange nach dem richtigen Partner gesucht.» NSC Asesores sei die führende unabhängige Vermögensverwaltungs-Firma in Mexiko. Collardi ist sich sicher, dass das Unternehmen seine Kunden sorgfältig überprüfe.

Neben Mexiko habe Julius Bär noch ein paar weitere Märkte in Lateinamerika im Auge, sagt Collardi. Es bestünden noch keine konkreten Pläne, doch: «wir beobachten den Markt.»

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