WEF: Prominente Teilnehmer und Abwesende

Mehr als 2500 Führungspersonen aus Politik und Wirtschaft reisen vom 23. bis 27. Januar nach Davos. Darunter sind über 40 Staats- und Regierungschefs. Es gibt aber auch hochrangige Abwesende am diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF).

David Cameron

Bildlegende: Mit Spannung erwartet: Hält der britische Premierminister Cameron seine Rede über Grossbritannien und die EU am WEF? keystone

Die Politiker werden sich dieses Jahr in Davos mit der Krise beschäftigen: Unter dem Motto «widerstandsfähige Dynamik» soll über Auswege aus der Abwärtsspirale von Sparmassnahmen und Rezession nachgedacht werden.

Monti hält erste grössere Rede

Nach der Begrüssung von Bundespräsident Ueli Maurer wird am Mittwochabend der italienische Ministerpräsident Mario Monti  als einer der Hauptredner das WEF eröffnen. Danach wird IWF-Direktorin Christine Lagarde das Wort ergreifen. Prominente Auftritte haben an den folgenden Tagen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron. Man darf gespannt sein, weil die beiden im letzten Jahr gänzlich unterschiedliche Standpunkte vertreten hatten.

Merkel bringt zudem die wichtigsten Minister ihrer Regierung mit. Auch der russische Premierminister Dimitry Medwedew macht seine Aufwartung. Aus der Schweiz hat sich praktisch die ganze Regierung angekündigt. Nur Justizministerin Simonetta Sommaruga plant keine Teilnahme am diesjährigen Weltwirtschaftsforum.

Kaum Prominenz aus den USA

Auf der anderen Seite fehlen hochrangige Vertreter aus China und den USA. Ebenfalls fehlt der französische Präsident François Hollande. SRF-Wirtschaftsexperte Reto Lipp betont, dass dessen Präsenz jetzt, da er Staatspräsident sei, gewünscht wäre. «Nicolas Sarkozy war ja gerne in Davos und las dort ebenso gerne den Wirtschaftsgrössen die Leviten», so Lipp. «Auch mit Frankreich hat die Schweiz einige ungelöste Probleme. Von daher wäre es natürlich schon interessant, Hollande einmal in Davos zu sehen.» Immerhin fährt der französische Finanz- und Wirtschaftsminister Pierre Moscovici in die Bündner Berge.

Prominent vertreten sind indes die Zentralbanker, die den Politikern im Kampf gegen die Schuldenkrise die Munition liefern. An der Spitze steht der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) reist Präsident Thomas Jordan an.

Unter den 2500 Teilnehmern werden 1500 Top-Manager aus über 100 Ländern vertreten sein.

Das Motto der 43. WEF-Jahrestagung lautet «Widerstandsfähige Dynamik». Laut WEF-Präsident Schwab soll über Auswege aus der Abwärtsspirale von Sparmassnahmen und Rezession nachgedacht werden. Künftiges Wachstum brauche Dynamik, erklärte er. Schwab wünscht sich auch mehr Optimismus und Vertrauen für die Zukunft.

Mehr Widerstandskraft gegen globale Risiken

Auch die Gefahren durch den Klimawandel sowie die Konflikte in Syrien und Mali sollen Thema sein. Im Fokus ist auch die Stärkung der Widerstandskraft von Staaten gegenüber erheblichen globalen Risiken. Mit Widerstandsfähigkeit könne man plötzliche Schocks überstehen. Beides, Widerstandsfähigkeit und Dynamik, sei in der gegenwärtigen Lage nötig

Der ganze Anlass findet unter enormen Sicherheitsvorkehrungen statt. SRF-Wirtschaftsredaktorin Susanne Giger wirft bereits im voraus einen Blick hinter die Kulissen und erzählt im «Treffpunkt», wie man an die wichtigen Politiker kommt. Und sie erzählt auch, dass sie an einem früheren Weltwirtschaftsforum Angela Jolie und Brad Pitt einmal fast über den Haufen gerannt hat.

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