Nordkorea empört über Ausladung vom WEF

Erstmals seit fast 20 Jahren sollte in diesem Jahr wieder eine Delegation aus Nordkorea ans WEF kommen. Doch die Veranstalter luden den Aussenminister und sein Gefolge wieder aus. Das kommt nicht gut an in Pjöngjang.

Nordkoreas Aussenminister Ri Su Yong

Bildlegende: Not amused: Nordkoreas Aussenminister Ri Su-yong. Reuters

Erstmals seit fast 20 Jahren sollte in diesem Jahr auch eine Delegation aus Nordkorea am WEF in Davos teilnehmen. Doch wenige Tage vor Beginn des Treffens luden die Organisatoren den nordkoreanischen Aussenminister und dessen Entourage wieder aus. Eine Teilnahme der Nordkoreaner sei nach dem Atomtest in der vergangenen Woche nicht mehr angemessen, erklärte das WEF.

Nun regt sich Protest bei den Ausgeladenen. Der Entscheid sei ungerechtfertigt, politisch und «eine sehr böse Tat, die der elementaren Unparteilichkeit und den Prinzipien einer internationalen Organisation widersprechen», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus einem Brief des nordkoreanischen UNO-Gesandten in Genf.

Zum Weltwirtschaftsforum werden in der kommenden Woche rund 2500 Politiker und Geschäftsleute in Davos erwartet, darunter auch mehr als 40 Staatschefs. Vor wenigen Monaten hatten die Organisatoren auch Nordkorea eingeladen, um den Dialog mit dem Land voranzutreiben. Nordkorea wollte eine hochrangig besetzte Delegation nach Davos schicken mit Aussenminister Ri Su-yong an der Spitze.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • WEF ohne die Mächtigsten

    Aus Tagesschau vom 13.1.2016

    Nächste Woche beginnt das Weltwirtschaftsforum WEF in Davos. Obwohl wiederum 40 Staats- und Regierungschefs ihren Besuch angekündigt haben, gibt es gewichtige Abwesende: Weder die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, noch der französische Präsident Hollande werden teilnehmen.