Weleda ist nicht mehr in den roten Zahlen

Radikal hatten die Weleda-Aktionäre im Frühjahr 2012 die gesamte Unternehmensführung ausgetauscht. Ralph Heinisch sollte Weleda aus dem 10-Millionen-Verlust wieder in die schwarzen Zahlen führen. Vor allem die Arzneimittelsparte war defizitär. Jetzt kann Weleda ein ausgeglichenes Ergebnis vermelden.

Hauptgebäude Weleda

Bildlegende: Hauptsitz im schweizerischen Arlesheim mit weltweit 17 Tochtergesellschaften. Rund 2000 Angestellte arbeiten für Weleda. Weleda / Michael Peuckert

Der Umsatz der Weleda-Gruppe ist 2012 um 5 Prozent auf rund 324 Mio. Euro gewachsen. In der Naturkosmetik beträgt der Umsatz 227 Mio. Euro (Vorjahr 215 Mio. Euro). Das ist eine Steigerung von 6 Prozent. Die Arzneimittel-Sparte wuchs um 4 Prozent auf 96 Mio. Euro.

Die Schweizer Herstellerin von Naturkosmetik und anthroposophischen Heilmitteln habe damit die Wende geschafft, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Der Jahresabschluss wird im Juni 2013 veröffentlicht.

Für 2013 rechnet das Unternehmen ebenfalls mit einem geringen Wachstum, um 2 Prozent auf 330 Mio. Euro.

Millionenverlust im Jahr 2011

Weleda war zuletzt in Schieflage geraten. 2011 war der Umsatz gar gesunken. Nach einem Verlust von 10 Mio. Franken waren die Hauptaktionäre eingeschritten und hatten praktisch die gesamte Unternehmensspitze ausgetauscht.

Als Sanierer nahm sich Ralph Heinisch der historisch verzweigt gewachsenen Unternehmensstruktur sowie der völlig defizitären Arzneimittel-Sparte an. Allein hier hatte Weleda 2011 einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich eingefahren. Heinisch strich zudem weltweit rund 100 Stellen.

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Weleda: Auf dem harten Weg zur Marktfähigkeit

8:18 min, aus ECO vom 8.10.2012