Weniger Gewinn für Georg Fischer

Der Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer hat im Jahr 2012 einen Reingewinn von 127 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch 168 Millionen Franken. Der Umsatz war mit 3,6 Milliarden Franken dagegen um 3 Prozent höher als 2011.

Chinesische GF-Mitarbeiter bei einer Produktionskontrolle.

Bildlegende: Chinesische GF-Mitarbeiter bei der Produktionskontrolle einer Rohrleitung. Der Konzern baut in Asien weiter aus. zvg

Ohne die Auswirkungen von Zukäufen verlief die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr konstant, wie das Traditionsunternehmen mit Sitz in Schaffhausen am Dienstag mitteilte. Von den Konzernsparten vermochten die Rohrleitungssysteme und die Werkzeugmaschinen zuzulegen, die Autoteilesparte musste aber Federn lassen.

Für die Autoindustrie produziert Georg Fischer noch beanspruchbare Gussteile aus Leichtmetall und Eisen für Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Dabei ist Georg Fischer immer noch stark auf Europa ausgerichtet, wo die Hersteller vor allem wegen der Krise in Südeuropa zum Teil deutlichen Einbussen ausgesetzt sind.

Die Widrigkeiten in Europa konnte der Konzern in Amerika und in den asiatischen Boom-Märkten aber insgesamt wettmachen. Der Auftragseingang indessen sank von 3,60 Milliarden auf 3,58 Milliarden Franken.

Die tiefere Auslastung in Europa drückte auch auf den Betriebsgewinn, der von 233 Millionen Franken im Vorjahr auf 221 Millionen Franken sank. Der Gewinn ging unter anderem wegen eines Einmaleffekts aus einer Veräusserung noch stärker von 168 Millionen Franken auf 127 Millionen Franken zurück.