Yahoo findet kein Rezept gegen Werbeverluste

Eigentlich war Marissa Mayer vor zwei Jahren angetreten, um die Talfahrt von Yahoo zu stoppen. Doch ihre Bemühungen, das Werbegeschäft beim Internet-Urgestein anzukurbeln, fruchten wenig.

Porträtaufnahme von Marissa Mayer

Bildlegende: Marissa Mayer hat noch kein Erfolgsrezept für Yahoo gefunden. Keystone

Der US-Internetkonzern nahm im zweiten Quartal deutlich weniger Geld mit Anzeigen ein. Er enttäuschte die Umsatzerwartungen erneut. Um vier Prozent ging der Umsatz im zweiten Quartal zurück auf 1,1 Mrd. Dollar.

Nur bei der Suchmaschinen-Werbung (bezahlte Links) konnte Yahoo erneut zulegen, was den Abwärtstrend etwas bremste. Sorgenkind des Konzerns bleibt der Verkauf von Werbeplatz auf der Site (Banner). Yahoo leidet unter der harten Konkurrenz von Rivalen wie Google und Facebook. Alle drei Unternehmen finanzieren sich grösstenteils über Werbung.

Rezept noch nicht gefunden

Die frühere Google-Managerin Mayer versucht seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren, mit neuen Inhalten und Funktionen mehr Nutzer anzulocken. Damit will sie auch wieder mehr Werbekunden gewinnen. Bisher mit wenig Erfolg.

Besorgt sind die Investoren auch über die Gewinnentwicklung: Der Yahoo-Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 19 Prozent auf 270 Mio. Dollar.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Microsoft und Yahoo gemeinsam gegen Google

    Aus Echo der Zeit vom 29.7.2009

    Vor anderthalb Jahren wollte der Software-Riese Microsoft das Internet-Portal Yahoo übernehmen. Der 45-Milliarden-Dollar-Deal scheiterte am Widerstand der damaligen Yahoo-Spitze. Seit Carol Bartz bei Yahoo das Zepter schwingt, haben sich die beiden Konzerne jedoch wieder angenähert.

    Jetzt kommt es zu einer bedeutenden Zusammenarbeit bei der Internet-Suche. Ihr Ziel ist klar: Sie wollen Google angreifen.

    Philippe Erath