Züblin-CEO tritt nach Vekselberg-Übernahme zurück

Der hierzulande bekannte russische Geschäftsmann Viktor Vekselberg hat Aktien des Schweizer Immobilienunternehmens Züblin gekauft. Nun besitzt er rund ein Drittel der Anteile. Das Management von Züblin hat bereits reagiert -– mit Rücktritten.

Portraitfoto Viktor Vekselberg

Bildlegende: Viktor Vekselberg verdoppelte beinahe seine Beteiligung an Züblin. Reuters

Viktor Vekselberg hat mit seiner Beteiligungsgesellschaft Lamesa Züblin-Aktien gekauft. Mit einer Beteiligung von 33 Prozent ist der Milliardär nun grösster Anteilseigner.

Vekselberg fordert einen Strategiewechsel bei Züblin – und will den Verwaltungsrat auswechseln. Neuer Präsident soll Vekselbergs Vertrauensmann Iosif Bakaleynik werden.

Freude bei den Anlegern

Die Züblin-Spitze reagierte prompt: Verwaltungsratschef Pierre Rossier tritt zurück, auch CEO Bruno Schefer wird Ende Juli gehen.

Die Anleger hingegen freuten sich. Die Züblin-Aktien schossen um 13 Prozent hoch. Seit Jahren schreibt Züblin rote Zahlen.

Das Unbehagen gegenüber Vekselberg

Wenn Vekselberg investiert, löst das Unruhe aus. Das war auch im Herbst an der GV von Schmolz & Bickenbach zu spüren. Alice Chalupny, Wirtschaftschefin der Sonntagszeitung, hat ein Buch über Vekselberg geschrieben. Einschätzungen von Chalupny.

Wer ist Vekselberg?

Viktor Vekselberg ist ein ukrainischer Oligarch mit einem geschätzten Vermögen von rund 15 Milliarden US-Dollar. Er ist Gründer und Eigentümer der Renova-Gruppe. Vekselberg ist massgeblich an den Schweizer Industriekonzernen Sulzer und Oerlikon sowie am Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach beteiligt.