Hockey-ABC

Die Ambrosini-Söhne kommen in den Genuss eines professionellen Trainings. Ein überaus erfolgreicher Trainer aus der NLA wird die Tessiner Buben unter seine Fittiche nehmen. Sollte es bei Backhand, Icing oder Slapshot Erklärungsbedarf geben, hilft das kleine Hockey-ABC auf die Sprünge.

Grossaufnahme von einem Puck und einem Eishockeystock.

Bildlegende: Ohne Puck und Stock läuft nichts auf dem Eishockeyfeld. istockphoto

Von A wie Abseits bis Z wie Zonen



Abseits



Das Betreten der Angriffszone durch einen angreifenden
Spieler noch bevor der Puck die blaue Linie passiert hat. Nach einer
Abseits-Situation wird das Spiel mit einem Bully in der gegnerischen Hälfte
fortgesetzt.



Assist



Eine Aktion, die nicht direkt zum Erfolg führt, diesen aber
unmittelbar vorbereitet. Mit anderen Worten: Ein Zuspiel, das zum Torerfolg
führt.



Backhand Shot/Backhander



Ein Schuss oder Pass, den ein Spieler mit der Rückseite
seines Stocks abgibt. Solche Schüsse sind in der Regel eher schwach und
unpräzise, haben aber meist eine überraschende Wirkung, die zum Torerfolg
führen kann.



Bauerntrick



In der Schweiz als «Buebetrickli» bekannt. Der Spieler führt
den Puck eng hinter dem gegnerischen Tor vorbei und versucht ihn mit einer
schnellen Drehbewegung über die Ecke ins Tor zu bringen. Bei einem solchen
Angriff muss sich der Torhüter sehr schnell von einer Seite zu anderen bewegen,
was den Bauerntrick zu einer effektiven Taktik macht.



Big Save



Von einem «Big Save» spricht der Hockeyaner, wenn der Torhüter einen besonders gefährlichen Schuss abwehrt.


Blueliner



Ein Spieler, der in der Verteidigung sowie im Angriff
eingesetzt werden kann. Solche Spieler verfügen meist über eine grosse Kraft im
Abschuss. Von der blauen Linie (blue line) entpuppen sich solche harten Schüsse
als äusserst gefährlich.



Boxplay



Erhält ein Spieler eine Strafe muss er für eine bestimmte
Zeit auf die Strafbank. Seine Mannschaft muss also mit einem Spieler weniger
auskommen, spielt also in Unterzahl. Dieses Unterzahlspiel nennt man Boxplay.



Bully



Anspiel beim Eishockey zu Beginn eines Drittels oder nach
einer Spielunterbrechung.



Check/Checking



Mit einem Check oder Checking wird ein gegnerischer Spieler
durch Anrempeln ausgebremst. Nur derjenige Spieler, der in Scheibenbesitz ist,
darf gecheckt werden. Checks gegen den Kopf  sind verboten.



Crosscheck



Ein regelwidriger Check mit hohem Stock, bei dem kein Teil
des Stocks das Eis berührt. Ein Crosscheck wird in der Regel mit einer
Bankstrafe geahndet.



Eiszeit



Die Zeit, die ein Spieler während einer Partie insgesamt auf
dem Eis verbringt.



Fanghand



Auch Fanghandschuh. Ein Teil der Ausrüstung eines
Eishockey-Goalies.



Forechecking



Frühzeitiges Stören eines gegnerischen Angriffs, der ein
sauberes Aufbauspiel verunmöglicht.



Haken



Halten oder Behindern eines gegnerischen Spielers mit dem
Stock. Diese Aktion hat allerdings meistens eine Bankstrafe zur Folge.



Hattrick



Dreifacher Torerfolg für einen einzelnen Spieler während
einer Partie. Werden die drei Tore aufeinanderfolgend erzielt, spricht man von
einem Natural Hattrick.



Icing



Unerlaubter Weitschuss, bei dem der Puck die rote
Mittellinie und die gegnerische Torlinie passiert ohne von einem Spieler
berührt zu werden. Ein Icing führt zum Spielunterbruch und einem Bully in der
Verteidigungszone des verursachenden Teams. Einer Mannschaft in Unterzahl ist
Icing erlaubt.



Overtime



Endet die Partie nach der regulären Spielzeit unentschieden,
geht das Spiel in der Verlängerung. Während der Qualifikation dauert die
Verlängerung 5, während den Playoffs 20 Minuten. Die Overtime endet aber in
jedem Fall mit dem ersten erzielten Tor.



Powerplay



Wird eine Mannschaft durch eine Strafe geschwächt, spielt
das gegnerische Team in Überzahl. Dieses Überzahlspiel nennt man Powerplay.



Puck



Scheibe aus Hartgummi mit einem Gewicht von 156 – 170 Gramm,
einem Durchmesser von 7,62 cm und einer Dicke von 2,54 cm.



Reihenwechsel



Im Eishockey ist fliegender Wechsel möglich. Meist werden
Sturm- oder Abwehrreihen gleichzeitig ausgetauscht, damit eingespielte Teams
miteinander auf dem Eis stehen. Ein Reihenwechsel findet normalerweise alle 30
bis 100 Sekunden statt.



Rückhandschuss



Siehe Backhander.



Scheibe



Im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Bezeichnung für den
Puck.



Slapshot



Als Slapshot oder Schlagschuss bezeichnet man eine spezielle
Schusstechnik: Der Schütze holt mit dem Stock weit aus und legt sein ganzes
Gewicht in den Schuss. Die Zielgenauigkeit nimmt dadurch zwar etwas ab, dafür
erreicht ein Puck Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 170 km/h.



Shutout



Wenn ein Goalie während einer gesamten Partie keinen Treffer
kassiert, feiert er einen sogenannten Shutout.



Slot



Der Bereich zwischen den zwei Bullypunkten und dem Tor. In
diesem Bereich sind die Verteidiger besonders gefragt. Sie haben die Aufgabe,
den Puck möglichst rasch aus dem Slot herauszubringen.



Spielzeit



Im Eishockey werden drei Drittel zu je 20 Minuten gespielt.
Die Gesamtdauer einer Partie beträgt folglich 60 Minuten (ohne mögliche
Verlängerung). Dabei handelt es sich um effektive Spielzeit, denn die Zeit wird
bei jedem Unterbruch angehalten.



Timeout



Auszeit von höchstens 30 Sekunden, in der ein Trainer mit
seiner Mannschaft die weitere Taktik besprechen kann. Jedes Team kann während
einer Partie einmal ein Timeout fordern.



Zonen



Drei blaue Linien markieren auf einem Spielfeld die drei
unterschiedlichen Zonen: Abwehrzone, neutrale Zone und Angriffszone.