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Fettnäpfchen in Japan
Aus Radio SRF 1 vom 21.07.2021.
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Japanische Verhaltensregeln In diese Fettnäpfchen sollten Sie in Tokio nicht treten

Am Freitag starten die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Japan-Kenner Patrick Rohr gibt einen Crashkurs zu den wichtigsten Verhaltensregeln im Land der aufgehenden Sonne.

Patrick Rohr

Patrick Rohr

Journalist, Fotograf und Japan-Kenner

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Patrick Rohr ist Journalist, Fotograf und Japan-Kenner. Während der Olympischen Sommerspiele berichtet er für SRF aus Tokio abseits des Sports über Land und Leute.

1. Verzichten Sie bei der Begrüssung auf Berührungen

Das war auch schon vor der Corona-Pandemie so: Bei der Begrüssung wird auf Berührungen verzichtet. Händeschütteln, Umarmen oder Schulterklopfen sind in Japan absolute No-Gos. Stattdessen verbeugt man sich – entsprechend dem Stand des Gegenübers. Dabei gilt: Lieber zu tief verbeugen als zu wenig tief – gerade wenn Sie den Stand des Gegenübers nicht kennen.

2. Geben Sie Ihre Visitenkarte immer mit beiden Händen

Visitenkarten haben in Japan einen hohen Stellenwert. Diese werden nach der Begrüssung ausgetauscht. Aber aufgepasst: Geben Sie Ihre Karte immer mit beiden Händen und so, dass sie Ihr Gegenüber lesen kann. Empfangen Sie die Karte Ihres Gegenübers ebenfalls mit beiden Händen, betrachten Sie diese einen Moment und stecken Sie die Karte dann auf keinen Fall einfach in die Hosentasche, sondern in ein Fach oder einen Behälter.

Eine ausgefeilte Zeremonie
Legende: Eine ausgefeilte Zeremonie Geschäftsmänner tauschen in Tokio ihre Visitenkarten. Keystone

3. Seien Sie nicht zu direkt

Japanerinnen und Japaner äussern kaum je Ihre ehrliche Meinung. Stattdessen umschreiben Sie sehr höflich, was sie sagen möchten – um das Gegenüber nicht zu verletzen. Wenn Sie beispielsweise ein Gericht nicht mögen, können Sie sagen: «Das Essen ist sehr fein, aber ich habe eben einen sehr empfindlichen Magen.»

Audio
Mit Patrick Rohr durch Tokios Gassen
56:32 min, aus Treffpunkt vom 22.07.2021.
abspielen. Laufzeit 56:32 Minuten.

4. Stecken Sie die Stäbchen nicht in den Reis

«Im Reis steckende Stäbchen sind ein Zeichen für den Tod und daher ein absolutes No-Go», sagt Patrick Rohr.

‚Die Stäbchen in den Reis stecken‘ entspricht unserem ‚den Löffel abgeben‘.
Autor: Patrick Rohr Japan-Kenner

Legen Sie die Stäbchen stattdessen horizontal auf die Reisschale oder auf den dafür vorgesehenen Stäbchenhalter.

So ist es korrekt
Legende: So ist es korrekt Die Stäbchen liegen auf dem dafür vorgesehenen Halter. Colourbox

5. Betreten Sie das Haus nicht mit Schuhen

Im Land der aufgehenden Sonne ist die Trennung zwischen Innen und Aussen sehr wichtig. In jedem Haus gibt es einen Eingangsbereich, in dem man die Schuhe tragen kann, und einen Wohnbereich, wo man die Schuhe auf keinen Fall tragen sollte – sonst beleidigt man die Gastgeberin.

6. Wechseln Sie die Schuhe, wenn Sie aufs WC gehen

In jedem japanischen WC findet sich ein Paar Schuhe, das Sie für den Toilettengang anziehen sollten. Wichtig: Stellen Sie die Schuhe beim Verlassen der Toilette wieder an den gleichen Ort.

Radio SRF 1, Treffpunkt 22.07.2021, 10:03 Uhr;

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