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Radio SRF 1 Auf Messers Schneide

Wenn das Leben an einem seidenen Faden hängt, dann reicht ein falscher Schnitt. Eine falsche Medikation. Ein Fehler von Menschen, die grosse Verantwortung tragen. Doch selbst der beste Arzt macht irgendwann mal etwas falsch. Wir redeten über medizinische Fehler – und wie sie vermieden werden können.

Operationsbesteck und Spritzen im Vordergrund, dahinter das OP-Team bei der Arbeit.
Legende: Hoffentlich geht alles gut: Für den Patienten ist die OP eine Ausnahmesituation, für die Ärzte meist Alltag. Keystone

Wer sich operieren lassen muss, legt sein Schicksal in fremde Hände. In die Hände von Chirurgen und Anästhesisten, die hierzulande gut ausgebildet sind. Trotzdem geht nicht immer alles gut, denn selbst der gewissenhafteste Mensch macht Fehler. Darunter leidet in erster Linie der Patient. Nicht selten fällt es aber auch dem Arzt oder der Ärztin schwer, mit der Situation umzugehen.

Porträt von Ralph A. Schmid mit weissem Hintergrund.
Legende: Unser Morgengast: Ralph A. Schmid. Keystone

Wie also lassen sich Fehler im Spital noch konsequenter vermeiden? Und was kann man in der Aufarbeitung verbessern, damit sie sich nicht wiederholen?

Darüber redeten wir am Donnerstagmorgen mit Prof. Dr. Ralph Alexander Schmid. Er ist Direktor und Chefarzt der Thorax-Chirurgie am Inselspital Bern sowie Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie, die derzeit ihren Jahreskongress in Bern veranstaltet.

Live im Operationssaal

Ausserdem erfahren Sie hier, wie die chirurgische Arbeit in der Praxis abläuft: Unsere Reporterin schaute einem Ärzteteam im Kantonsspital Münsterlingen über die Schulter, das sich auf die erste Operation des Tages vorbereitete.

Radio SRF 1-Hörerin Ruth Hauser aus Zürich hat uns den Text zu ihrem «Grossmutter-Rap zum Thema Spital» geschickt. Lü hat diesen für Sie vertont.

Wir blicken aber nicht nur in die Spitäler, denn Behandlungsfehler passieren natürlich nicht nur dort, sondern genauso bei niedergelassenen Ärzten.

Fehldiagnosen, unnötige Behandlungen, falsche Medikationen oder eine misslungene Operation – im «Treffpunkt» besprachen wir die verschiedensten Fälle mit Barbara Züst von der Stiftung SPO Patientenschutz.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande, 8374 Oberwangen
    Ueberall passieren Fehler. Stellung beziehen, Verantwortung übernehmen, Konsequenz dafür tragen ist logisch,.aber nur für die "normalen" Bürger", nicht aber für die "Herrschaften in weiss". Wiederum ein Gesetzes-Missstand! Wann wird das endlich revidiert und wer von den teuer bezahlten zuständigen Damen und Herren Bundesräte, Politiker, Aemter (Bundesämter: für Gesundheit, Justiz, etc) übernimmt endlich Verantwortung für diese Gerechtigkeit?
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  • Kommentar von Denise Casagrande, 8374 Oberwangen
    Sturz - Kniearthroskopie(ireparabler Knorpelschaden)- danach Knie-Entzündung - aus Spital entlassen - grosse Schmerzen -Druck- Hausarzt - mehrmals Flüssigkeit aus Knie gezogen. Gelenksersatz-OP (Knieentzündung noch nicht ganz abgeklungen). OP iO, starke Beinschwellung und Schmerzen über Wochen (fast 4 Wochen Spital).Keine Lympfdrainnage, keine Kniescheibenmobillisation. Starke Bewegungseinschränkung 90° Winkel).Teures Gesundheitswesen - mehr Lohn für Aerzte?
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  • Kommentar von Hollenstein Josef, 9500 Wil
    Meinem Kollegen wurde eine Schmerzpumpe eingepflanzt. Vor zwei Monaten lies er sie nachfüllen. Der Arzt übergab ohne zu kontrollieren die Arbeit einem Lernenden. Dieser setzte die Nadel falsch ein und spritzte 6 mg in die Blutbahn, ohne es zu merken. Mein Kollege ging zufälligerweise zum Einkauf, anstatt nach Hause. Dorf fiel er ohnmächtig um und wurde sofort in den Notfall eingeliefert. Man konnte ihn retten, wäre er nach Hause gefahren, wäre er jetzt tot. Spital weist eine Schuld zurück
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