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Radio SRF 1 Das Gehirn - faszinierende Schaltzentrale

Das menschliche Gehirn ist ein Hochleistungs-Apparat. Viele Fragen zu diesem komplexen Organ konnte die Forschung bereits beantworten. Doch gibt es noch immer viele Rätsel auf. Radio SRF 1 widmete sich einen ganzen Tag lang dem Gehirn.

Ausstellung
Legende: Woche des Gehirns 2013 Einblick in die Gehirnausstellung in Basel. SRF

Schon 3000 Jahre vor Christus öffneten die Ägypter Schädel und nahmen operative Eingriffe am Gehirn vor. Ihnen war bekannt, dass unser Denkapparat zwischen 1,2 bis 1,5 Kilogramm wiegt. Doch erst im 18. Jahrhundert gewannen Wissenschaftler erste Erkenntnisse über die Funktion des Organs. Heute wissen wir, dass die Nervenbahnen im Gehirn insgesamt 5,8 Millionen Kilometer lang sind. Sie verbrauchen ganze 20 Prozent des Sauerstoffs, den wir einatmen, um mit Energie versorgt zu sein.

Woche des Gehirns 2013

Jedes Jahr im März informieren international hunderte von öffentlichen Veranstaltungen und Aktivitäten die Bevölkerung über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Woche des Gehirns will dadurch das Verständnis der Öffentlichkeit für die Hirnforschung fördern.

Das anatomische Museum Basel zeigt vom 10. bis 17. März eine Begleitausstellung zur Woche des Gehirns 2013.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Aufbau und die Funktionen des Gehirns. Experten vor Ort erklären das gesunde Gehirn und hirnspezifische Erkrankungen. Auch können die eigenen Gedächtnisleistungen selbst erforscht werden.

Vom bewussten und unbewussten Lernen

Katharina Henke ist Professorin für Neuropsychologie an der Universität Bern. Die Forschung hat genaue Fakten darüber, warum wir manche Dinge vergessen und uns andere merken.

Als Forscherin arbeitet sie am unbewussten Erinnern und am unbewussten Lernen. Sie versucht zu zeigen, dass wir mit den gleichen Schaltkreisen im Gehirn Informationen nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst aufnehmen.

Regelmässiges Gehirntraining

Der moderne Mensch muss sich fast nichts mehr merken können. Die Telefonnummern sind im Handy gespeichert, E-Mailadressen weiss der Computer und die Termine koordiniert die digitale Agenda.

Und dennoch - oder gerade deshalb - ist es wichtig, unser Gehirn fit zu halten. Ein paar Minuten täglich sind gut, regelmässiges Gehirntraining noch besser. Man wird dadurch nicht intelligenter, aber man verbessert dadurch genau das, was man traininert, z.B. das Gedächtnis oder Kopfrechnen. Auch kann man damit einer Demenz vorbeugen – so weit das möglich ist.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Kurt Wegmüller, Corticiasca
    Eigenartige Aussage des Gehirnforschers, wonach lesen von "toten Buchstaben" das Gehirn nicht sonderlich trainiert. Wie ist es denn mit den Gedanken und Überlegungen zum gelesenen Text? Das muss doch einen Trainingseffekt haben. FG Kurt Wegmüller, z.Z. Südafrika und deshalb vielleicht nicht alles mitbekommen.
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