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Radio SRF 1 Feiner Humor und schwere Maschinen

«Ans Limit» gehen beide «Persönlich»-Gäste von Katharina Kilchenmann. Der Schaffhauser Ralf Schlatter als Kabarettist – und die Heidelbergerin Sabine Holbrook als Motorrad-Rennfahrerin. Mit ihrem 600-Kubik-Motorrad fährt sie in der europäischen Meisterschaft mit.

Ralf Schlatter

Porträt Ralf Schlatter
Legende: Ralf Schlatter. zvg

«Schaffhausen ist eine Illusion, wenn ich mich umdrehe ist es weg», singt die Schaffhauser Rockband «Die Aeronauten». «Die Stadt ist ideal zum Aufwachsen», meint Ralf Schlatter, «aber mit 20 musste auch ich mal weg und seither lebe ich in Zürich.» Da studierte er Germanistik und Geschichte, fing an zu schreiben, entdeckte als Slam-Poet, dass er gerne auf der Bühne stand, kam durch seine Duopartnerin Anna-Katharina Rickert zum Kabarett und tourt seither als Duo «schön&gut» durch die Schweiz.

Beinahe jedes Wochenende reisen die beiden mit dem Zug ins Land hinaus. Alles, was sie brauchen, haben sie in einer grossen Tasche mit dabei. Sie unterhalten ihr Publikum mit feinsinnigen Texten, poetischen Szenen, mit Songs und Slapstickeinlagen. «Andere gehen arbeiten, ich gehe spielen», sagt Schlatter, «das ist ein grosses Privileg.»

Sabine Holbrook

Porträt Sabine Holbrook.
Legende: Sabine Holbrook. zvg

Als semi-professionelle Motorradrennfahrerin kann Sabine Holbrook in der reinen Männerwelt des Motorradsports durchaus mithalten. «Solange ich nicht schneller bin als meine Rennkollegen, sind alle sehr zuvorkommend. Sobald ich sie im Rennen aber überhole, ist Schluss mit charmant sein», sagt sie lachend.

Die attraktive 34-Jährige ist eine Kämpferin. Schon als Mädchen beschäftigte sie sich lieber mit Spielzeugautos als mit Puppen. Mit 17 verliess sie Deutschland, um in den USA Betriebswirtschaft und Marketing zu studieren. Zurück in der Heimat baute sie eine eigene Firma auf, lebte allein mit ihren zwei Kindern und zog dann vor drei Jahren zu ihrem Partner in die Nähe von Schaffhausen. Da arbeitet sie nun in einer Wein- und Saftkellerei.

Ihre Wochenenden aber verbringt sie, zusammen mit ihrem Lebenspartner, der auch ihr Coach ist, auf Rennstrecken: Mit ihrem 600 Kubik Motorrad trainiert sie und fährt Rennen. «Das ist meine Leidenschaft. Das Schönste, was es gibt», sagt sie. «Wen es einmal gepackt hat, der kann nicht mehr damit aufhören.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Louise Wilson, 3011 Bern
    Ich habe die Sendung gestern zwelmal angehört. Als gebürtige US-Amerikanerin habe ich mich in 44 Jahren nie als "Ausländerin" unter Schweizern gefühlt. Aber ich weiss, dass es anders sein kann. Als ich gestern von Frau Holbrook gehört habe, "Ich möchte gerne dazu gehören -- ganz normal mich" sind mir beide Male die Tränen geflossen, so weh hat mir es getan zu denken, dass diese tolle, intelligente Frau das Gefühl hat, sie gehöre nicht dazu -- wenn auch nur gelegentlich.
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