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Radio SRF 1 Kampf um den Kampfjet

Für den Schutz des schweizerischen Luftraums sollen 22 schwedische Kampfjets des Typs Gripen E gekauft werden. Ein unnötiger Kauf, sagen die Gegner. Unabdingbar für die Sicherheit, entgegnen die Befürworter. Im «Forum» diskutieren Ueli Maurer, Ida Glanzmann, Beat Flach und Prisca Birrer-Heimo.

Prisca Birrer-Heimo (SP) und Verteidigungsminister Ueli Maurer mit Modell des Gripen-Kampfjets
Legende: Gegnerin und Befürworter: Im «Forum» diskutieren unter anderem Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo und Verteidigungsminister Ueli Maurer. Keystone (Bildmontage: SRF)

Der Bundesrat und eine Mehrheit des Parlaments haben die Anschaffung des Gripen beschlossen. 3,1 Milliarden Franken sollen investiert werden, um die Armee mit den neuen Kampfjets auszustatten. Das ist ganz im Sinne des Verteidigungsministers Ueli Maurer (SVP).

Diese 22 Flugzeuge sind das absolute Minimum, das wir brauchen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Autor: Ueli MaurerVerteidigungsminister

Die Gegner der Anschaffung sehen das naturgemäss anders. Sie haben das Referendum ergriffen und argumentieren, die 32 bereits vorhandenen FA-18-Jets seien völlig ausreichend, um den schweizerischen Luftraum zu überwachen.

Gerade weil ich für die Armee bin, bin ich gegen den Gripen.
Autor: Beat FlachNationalrat

Braucht die Schweiz neue Kampfjets? Diese Frage diskutiert SRF-Redaktor Christian von Burg im «Forum» am Donnerstagabend ab 20 Uhr live mit Hörerinnen und Hörern am Telefon. Und mit folgenden Gästen, deren Positionen sie sich hier bereits anhören können.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Keller, Twann
    Die Armee ist notwendig. Deshalb sollen prioritär die Lücken in Ausrüstung, Ausbildung, Logistik, Führungstechnologie geschlossen werden. Die Beschaffung eines Kampfflugzeuges ist auf 2026 notwendig - die Ueberlappung mit dem FA-18 wäre gewährleistet (& evt eine neue Generation von Flz auf dem Markt). Ueli Maurer weiss ganz genau, wo die echten Lücken sind - und wieviel sie kosten. Er weiss auch, dass die öffentliche Hand sparen muss - und dass er diese Lücken nie mehr wird schliessen können.
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  • Kommentar von Jörg Frey, Oberburg
    Moderne Kampfflugzeuge wie die F/A-18 sind spätestens in 10 Minuten nach dem Start in jedem Ecken der Schweiz. Für diese Aufgabe reichen 2 startbereite Flugzeuge aus. In Deutschland stehen für dieselbe Aufgabe je 2 Flugzeuge bereit. Mit den 32 F/A-18 wird die Schweiz 2020 bezogen auf die Fläche immer noch die grösste Luftwaffe Mitteleuropas haben. Zum Vergleich: 2020 wird Deutschland 192 und Frankreich 235 Flugzeuge haben. Deutschland ist fast 9-mal, Frankreich 13-mal so gross wie die Schweiz.
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    1. Antwort von Niklaus Schwab, Bern
      Die Armee ist eine heilige Kuh. Leider. (seufz) Bei der Flugzeugbeschaffung geht es vielmehr um Prestige; dies hat der Umgang mit der Expertise von Opels zum FA 18 bewiesen. Man hat den Kommandeur der deutschen Luftwaffe, welcher auch in der Nato im Kommandostab ist um eine Expertise gebeten. Als er sich zu kritisch äusserte war man der Meinung, von Opel könne man als inkompetent einstufen. Es wäre wahrlich besser gewesen wenn man bereit gewesen wäre seine Sicht der Dinge zur Kenntnis zu nehmen.
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  • Kommentar von René Zünd, 8184 Bachenbülach
    Damen und Herren Der Bericht über den Gripen war einmal mehr sehr einseitig ausgelegt. So war die Darstellung der schwedischen Luftwaffe nur auf den Gripen ausgelegt. Andere Flugzeuge waren in der Statistik nicht aufgeführt. Dass die Gripen Gegner mit Vergleichen mit Österreich und Tschechien gut wegkommen, leuchtet jedem ein. Peinlich war auch das Interview mit dem deutschen "Sachverständigen". Peinlich auch, dass sich die Rundschau solche Interview-Partner aussucht.
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