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Radio SRF 1 Nach den Wahlen: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Nach den Wahlen und dem Rechtsrutsch im Parlament herrscht im Volk nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Die Bürger erwarten von den Politikern Lösungen und kein parteipolitisches Geplänkel. SRF 1-Hörerinnen und Hörer formulieren ihre Wünsche und Hoffnungen an das Parlament.

Legende: Audio ««Forum»: Ängste und Hoffnungen nach den Wahlen» abspielen. Laufzeit 54 Minuten.
54 min, aus Forum vom 22.10.2015.

Die Würfel sind gefallen – das neue Schweizer Parlament ist für die nächsten vier Jahre gewählt. Die Kräfteverhältnisse haben sich in der Vereinigten Bundesversammlung eindeutig nach rechts verschoben.

Das sehen die einen als Chance, andere fürchten sich vor der SVP und ihrer Haltung gegenüber wichtigen Fragen und Themen, die es auf politischer Ebne zu regeln gilt. Wie geht es weiter mit der AHV-Reform, dem Atomausstieg oder der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative? In der Diskussionssendung «Forum» stellten sich drei Vollblutpolitiker den Befürchtungen der Radio SRF 1-Hörerinnen und Hörer.

Max Binder gestikulierend.
Legende: Max Binder, Alt-Nationalrat SVP und Landwirt. Keystone
Vor einer politischen Blockade habe ich keine Angst. Die Leute wollen von den Politikern klare Ansagen! Kompromisse sollten nicht von Anfang an das Ziel sein.
Verena Diener im Ständerat gestikulierend.
Legende: Verena Diener, Alt-Ständerätin GLP. Keystone
Ich befürchte, dass Umwelt-Themen untergehen und der politische Stil rauer wird.
Hans-Jürg Fehr gestikulierend.
Legende: Hans-Jürg Fehr, Alt-Nationalrat und ehemaliger Präsident SP Schweiz. zVg
Um das gute Verhältnis zur EU mache ich mir am meisten Sorgen. Unser Wohlstand hängt ganz entscheidend von den bilateralen Verträgen ab. Für die Schweiz eine Existenzfrage!

Auch wenn die ganze Diskussion von vielen Hoffnungen an das neue Parlament geprägt ist, gibt es für SRF 1-Hörer Rolf Ris aus Olten eines zu bedenken:

Extreme Forderungen kann die SVP alleine nicht durchsetzen, genauso wenig wie es die SP auf der anderen Seite kann. Es besteht kein Grund zur Angst, aber es besteht Hoffnung, dass die Schweiz gegenüber den "Grossen" dieser Welt (USA, China, EU) mit etwas mehr Selbstvertrauen auftritt. Bei wichtigen Entscheiden wird hoffentlich auch weiterhin das Volk das letzte Wort haben.
Autor: Rolf Ris, Olten

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Regula Mosimann, Sutz
    Für mich stimmen die Aussagen von Frau Diener und Herr Fehr absolut. Ich hoffe, dass ihre Erfahrungen und Einsichten auch die junge Generation beeinflusst. Die Jungen sehen die Welt mit anderen Augen, sie leben vernetzter und gehen selbstverständlicher mit Neuem um als wir Älteren und Alten. Das engstirnige Parteiendenken hat längerfristig keine Zukunft und erschwert uns ein konstruktives Miteinander.
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    1. Antwort von chris meier, roggwil
      Absolut richtig - nur leider interessiert es viele junge Stimmberechtigte überhaupt nicht gross, was in der Politik abgeht - da die Gedanken ganz anders liegen, als um "politische Sachthemen"....
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  • Kommentar von Urs Fischer, Chur
    Alles so durchziehen wie es das stimmende Volk beschlossen hat. Und das mit allen Konsequenzen. Trial or error? Das Resultat erübrigt dann alle Diskussionen!
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  • Kommentar von Godi Sinzig, Niederscherli
    Ihre Ausage: 1/3 habe SVP gewählt stimmt so nicht, denn mehr als die hälfte der Stimmberechtigent war nicht an der Urne. Dann die Medien (Zeitungen, alle versch. Radios u. Fernsehs) machen viel mehr politik als ihnen zusteht. Ich wünsche mir, dass die jeweiligen Jurnalisten viel sachlicher und neutraler ihre Berichte abfassen und nicht dass man die Parteigesinnung oder gar den Sponsor zwischen den Zeilen lesen kann.
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