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Radio SRF 1 Neues Energiezeitalter – was spricht dafür, was dagegen?

Mit der Energiestrategie 2050 will der Bundesrat die Energieversorgung der Schweiz anpassen. Unser Energieverbrauch soll gesenkt, die Energieeffizienz erhöht und erneuerbare Energie sollen gefördert werden. Gelingt so der Schritt in ein neues Energiezeitalter?

Legende: Audio ««Forum»: Die ganze Diskussion zum Nachhören» abspielen. Laufzeit 57 Minuten.
57 min, aus Forum vom 27.04.2017.

Der Umbau der schweizerischen Energieversorgung ist nicht gratis zu haben. Der Umstieg auf eine nachhaltigere Stromproduktion soll durch finanzielle Anreize gefördert werden. Neue Anlagen sollen mehr Subventionen erhalten. Konsumenten bezahlen dies, indem sie für Strom mehr bezahlen.

Gegnerin der Energiestrategie 2050

Irene Aegerter ist Physikerin und kämpft gemeinsam mit Wissenschaftlern, Ingenieuren und liberalen Politikern gegen die Gesetzesreform. Aegerter gilt als Verfechterin der Atomenergie und traut der Energiewende nicht über den Weg. Sie befürchtet in Zukunft grosse Versorgungslücken im Winter.

Porträt Irene Aegerter.
Legende: Irene Aegerter, Physikerin und Atomkraftbefürworterin. zVg
Die Stromversorgung muss stets im Gleichgewicht sein, aber Sonne und Wind sind nicht immer verfügbar.

Befürworter der Energiestrategie 2050

Markus Portmann ist Unternehmer und Energieberater und engagiert sich Seite an Seite mit Akteuren der Bau- und Energiewirtschaft oder Vertretern von Tourismus, Finanzwelt oder vom öffentlichen Verkehr für ein Ja am 21. Mai. Als Vorstandsmitglied der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz AEE suisse kämpft Markus Portmann für den Umbau der Schweizerischen Stromversorgung und er ist überzeugt, dass die Schweiz die Wende schafft.

Porträt Markus Portmann.
Legende: Pro Markus Portmann, Unternehmer und Energieberater. zVg
Wir können in der Energieversorgung nicht länger von den Launen des Auslands abhängig sein.

Online-Diskussion

Verschaffen uns Sonne, Wind und Wasser eine sorglose Energiezukunft oder müssen wir künftig mehr Strom aus dem Ausland einkaufen? Sind sie bereit, mehr Energie als bisher zu sparen und gleichzeitig für Strom mehr zu bezahlen? In der Sendung «Forum» diskutierten wir Vor – und Nachteile der Energiestrategie mit Fachleuten.

Zur Online-Diskussion

411 Kommentare

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  • Kommentar von László Schink (gegen_links_grün)
    Um nur schon das alte Atomkraftwerk Mühleberg zu ersetzen, braucht es 760 Windturbinen. Dabei ist Mühleberg nur das kleinste von insgesamt fünf Schweizer Kernkraftwerken. Um Beznau 1 und 2 auszutauschen braucht es schon 1584 Windräder, für Gösgen sind es bereits 2159 und für das neueste und leistungsstärkste AKW Leibstadt stolze 2598 Winkraftanlagen. Unter dem Strich ergibt das ein Bedarf an 7093 Winkraftanlagen um etwa 40% Atomstrom zu ersetzen. Wie irre ist denn so etwas?!
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  • Kommentar von P. Schmid (Balance)
    Bei der USR3 sagten die Befürworter auch man könne nicht Nein sagen und Gesetz neu aushandeln. Sie haben dennoch Nein gesagt. Diese ES2050 ist zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht. Und kostet den Mittelstand 200-300 Mia. Sehen Sie mal nach Deutschland wie das Volk angelogen wurde wegen den Kosten und jetzt kostet es ein Vielfaches der Strom ist kaum mehr bezahlbar. Die Hälfte der Energie muss eingespart werden, das ist utopisch und die angeblich nur 40.-- mehr pro Jahr dreist gelogen
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  • Kommentar von P. Schmid (Balance)
    Die Linken und ihre Medien sagten Nein zur USR3 welche 2-3 Mia den Mittelstand gekostet hätte. Bei der ES50 sagen die gleichen Ja obschon es uns alle, besonders den Mittelstand 200-300 Mia kosten wird. Per Gesetz muss fast die Hälfte der Energie eingespart werden und es gibt ein Denkverbot für neue Technologien. Bei dieser Masseneinwanderung ist es noch utopischer. Lehnen sie ES2050 ab oder Sie wir alle werden es bitter bereuen.
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