«Persönlich» auf historischen Pfaden

Im Restaurant «Kurve» in Windisch (AG) empfängt Katharina Kilchenmann Barbara Stüssi-Lauterburg und Robert Kühnis. Beide befassen sich mit geschichtsträchtigen Bauten.

Katharina Kilchenmann.

Bildlegende: Katharina Kilchenmann begrüsst zum «Persönlich» in St.Gallen. SRF

Barbara Stüssi-Lauterburg

Barbara Stüssi-Lauterburg.

Bildlegende: Barbara Stüssi-Lauterburg. zvg

Als Tochter des Gemeindeammanns ist Barbara Stüssi-Lauterburg in Windisch aufgewachsen. «Ich stand sozusagen immer etwas unter Beobachtung», sagt sie. «Alle kannten mich, nur umgekehrt war das nicht der Fall.» Aber ihre Kindheit hat sie in bester Erinnerung und denkt gerne an das Schlittschuhlaufen auf dem Turnplatz zurück oder an die stimmungsvolle Bundesfeier im Amphitheater. Heute lebt sie mit ihrer Familie und zwei Katzen im Elternhaus mit grossem Garten und nimmt aktiv am Dorfleben teil. Früher als Schulpflegepräsidentin und jetzt schreibt sie regelmässig Artikel für die «Windischer Zeitung». Seit 2011 ist Barbara Stüssi-Lauterburg freie Mitarbeiterin im «Museum Aargau», der kantonalen Dachorganisation für die Schlösser Habsburg, Lenzburg, Wildegg, Hallwyl, die Klosterkirche Königsfelden und den Legionärspfad. Dort macht sie Führungen zu allen möglichenThemen und mit sehr unterschiedlichen Gruppen. «Das macht die Aufgabe reizvoll und herausfordernd», sagt sie. «So gibt es immer wieder Neues dazu zu lernen und zu entwickeln.»

Robert Kühnis

Robert Kühnis.

Bildlegende: Robert Kühnis. zvg

Nur mit einem Bein, aber mit ganzem Herzen, war Robert Kühnis viele Jahre lang Lehrer. Mit dem anderen Bein tanzte er auf der politischen Bühne, inszenierte grosse Feste, restaurierte Möbel, engagierte sich für Umwelt und Natur und baute Häuser um. Aber mit 48 Jahren wollte er es dann doch noch wissen und liess sich fest als Rektor an der neuen Kantonsschule Aarau anbinden. Es war die Zeit der grossen Bildungsreform und er musste mit beiden Beinen einen schwierigen Weg beschreiten. Nach achteinhalb Jahren, inzwischen 57, beschloss Kühnis zu demissionieren, um seiner anderen grossen Leidenschaft nachzugeben, dem Bauhandwerk. Und so packte er die letzten neun Jahre einige umfassende Renovationen historischer Gebäude an. Er sanierte sie mit einer speziellen Organisationsform der Bauarbeiten, der sogenannten «Bauhütte», wo der einzelne Arbeiter seine Fähigkeiten voll entfalten kann. «Bauen ist immer ein Abenteuer», sagt Kühnis und erinnert sich an einen seiner letzten Grossbauten. «Wir glaubten ein Haus gekauft zu haben, doch es war eine 450-jährige Geschichte mit einem Haus.»

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