Premiere im Solothurner Kunstmuseum

Dani Fohrler empfängt im «Persönlich» Esther Gassler, Frau Landammann des Kantons Solothurn und den Philosophen und Theologen Reto Stampfli.

Dani Fohrler (links) mit seinen ersten «Persönlich»-Gästen Esther Gassler und Reto Stampfli.

Bildlegende: Geglückte Premiere Dani Fohrler (links) mit seinen ersten «Persönlich»-Gästen Esther Gassler und Reto Stampfli. SRF

Esther Gassler

Esther Gassler

Bildlegende: Esther Gassler. zvg

Lehrerin zu sein, war für die junge Esther Gassler ein Traumberuf. Gleichzeitig eine Familie zu gründen und zu unterrichten, lag damals jedoch nicht drin. Zu Gunsten ihrer Familie hat sie deshalb ihren Traumberuf aufgegeben, ist Mutter geworden und fing parallel dazu an, im Unternehmen ihres Ehemanns anzupacken. «Ich wollte aber nicht nur die Frau von Hans Gassler sein, sondern Verantwortung mittragen», sagt die heutige Regierungsrätin. Sie wurde Mitinhaberin und leitete die Administration bis zu ihrem Wechsel in die Solothurner Regierung 2005.

Aufgewachsen ist Esther Gassler im Thurgau. Den Dialekt spricht sie auch als Frau Landammann des Kantons Solothurn noch immer, was schon zu mancherlei Sticheleien geführt habe. Esther Gassler ist die einzige Frau in der Solothurner Regierung. Mit Männer umzugehen versteht sie bestens. Nicht zuletzt durch ihre unkomplizierte, direkte Art: «Chömet, Buebe», rief sie unlängst ihre Kollegen zu einem Fototermin zusammen. Die knappe Freizeit der dreifachen Grossmutter gehört grössententeils ihrer Familie. Esther Gassler ist auch eine leidenschaftliche Köchin, die für Gäste gerne stundenlang in der Küche steht. «Zum Glück habe ich Hilfe von meinem Ehemann», sagt sie. «Er geht jeweils einkaufen.»

Reto Stampfli

Reto Stampfli.

Bildlegende: Reto Stampfli. zvg

Als Reto Stampfli nach der Rekrutenschule in die Schweizergarde in Rom eintrat, hatte die Religion keinen grossen Stellenwert in seinem Leben. Heute gibt er an der Kantonsschule Solothurn auch Religionsunterricht. In Solothurn ist der Philosoph und Theologe stark verwurzelt. So lehnte er auch ein Angebot als Gastdozent in Dublin ab, weil er nicht wegziehen wollte. Weil man aber in Irland auf sein Wissen in «Phänomenologie» nicht verzichten wollte, wurde er für eine bestimmte Zeit «Pendler» zwischen Solothurn und Dublin.

Reto Stampfli ist ein «Schaffer». Schlaf braucht er wenig – dafür ab und zu ein bisschen Ruhe bei einer Tasse Tee. Historisches interessiert ihn besonders. Das zeigt sich auch in seinem neuen Buch – ein historischer Roman. «Unsere Grossmutter hat immer eine Geschichte erzählt, von einem jungen Urner Ehepaar, welches die Schweiz mit der Titanic verlassen hat, um in Amerika bei Verwandten ein neues Leben anzufangen», erzählt Stampfli. Als sich viele Jahre später herausstellt, dass es sich dabei um eine wahre Geschichte handelt, wurde beim Autor Stampfli das «Feuer» entfacht.

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