Valentinstag: Hochbetrieb an der Blumenfront

Millionen von Blumen stehen bereit für den Valentinstag: Die Schweizer Blumenverkäufer rüsten sich für den Tag der Liebe und decken sich dazu beim Grossisten oder bei lokalen Rosenzüchtern ein. Ein Augenschein in der Zürcher Blumenbörse und auf einem Thurgauer Rosenhof.

Fünf Uhr Morgens in der Zürcher Blumenbörse

Am Valentinstag, 14. Februar, gehen allein in der Schweiz über vier Millionen Rosen über die Ladentische. Sie kommen vor allem aus Ecuador, Kenya und aus geheizten Treibhäusern in Holland – und sie müssen genau auf diesen einen Tag hin perfekt blühen und frisch in die Läden kommen. Eine grosse Herausforderung für Gärtnereien und Blumenhändler.

Zürich: Grösste Blumenbörse der Schweiz

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Vier Millionen Rosen für den Valentinstag

7:30 min, aus Einstein vom 13.2.2014

Von fünf Uhr früh bis drei Uhr nachmittags schieben sich hier hunderte von Einkaufswagen aneinander vorbei: An der Zürcher Blumenbörse, der grössten Blumenbörse des Landes herrscht Grossbetrieb. 14 Mal mehr Rosen als üblich werden hier um den Valentinstag an den Fachhandel verkauft. Das verlangt viel Planung, frisches Wasser und gute Nerven.

Geschäftsführer Beat Thomann ist sich die Hektik um den Valentinstag jedoch gewohnt. Blumenhändler aus der ganzen Schweiz decken hier ihren Bedarf an Schnittblumen: Klarer Favorit die rote Rose «Red Naomi» aus Holland, die mit ihrer samtigen Röte Verliebte bezirzen soll, dicht gefolgt von der Tulpe. Um den Bedarf zu decken, importiert der Grosshändler auch aus Übersee - vorwiegend aus Ecuador, wo die Blumen auf 3000 Meter über Meer langsam wachsen und deswegen einen grossen Kopf entwickeln.

Bonau (TG): Auf dem Hof des Rosen-Züchters

Markus Irsslinger in seinem Gewächshaus inmitten von Rosen.

Bildlegende: Markus Irsslinger in einem der Gewächshäuser auf dem Rosenhof in Bonau. SRF

Der Rosenhof im thurgauischen Bonau setzt auf umweltgerechte Rosen aus eigener Produktion. Beim Verschenken gebe es keinen Knigge, sagt Markus Irsslinger, Chef des Rosenhofs. «Eine gerade Anzahl Rosen zu verschenken ist nicht mehr verpönt.»

Falsch machen könne man nichts, wenn man Rosen verschenke, sagt Markus Irsslinger, der Geschäftsführer des Rosenhofs in Bonau. Früher gab es den Irrglauben, nur eine gerade Anzahl Rosen sei statthaft. «Alles Humbug. Das gilt schon längst nicht mehr.» Ausserdem seien rote Rosen auch nicht länger Liebespaaren vorbehalten. Wer rote Rosen schenke, sende kein verliebtes Zeichen aus. Erlaubt sei, was gefalle.

Eine halbe Millione Schnittrosen verkauft der Rosenhof in Bonau pro Jahr. Am Valentinstag wird ein Viertel davon abgesetzt. Im Gegensatz zu Rosen aus fernen Ländern, seien seine Rosen aus Bonau umwelgerecht produziert. Ausserdem halten sie mindestens 10 Tage nach dem Kauf. Darauf gibt Markus Irrslinger eine Geldzurück-Garantie.

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