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Wandern Die Schweiz erleben – unterwegs mit Marcel Hähni

Wochenende vor der Tür und kein Ausflugsziel vor den Augen? Die schönsten Plätze, abseits der grossen Touristen-Route.

Eine Höhle im Fels, dahinter der Thunersee.
Legende: Schöne Schweiz Die Schweiz bietet für alle – unabhängig vom Fitnessstand – schöne und spektakuläre Wanderungen (siehe Tipps weiter unten im Artikel). Hier im Bild der Einstieg zum Schafloch mit Blick auf den Thunersee. SRF

In der Schweiz gibt es über 65'000 Wanderwege. Viele Regionen sind bekannt für ihre Ausflugsziele. Nebst den touristischen Wanderwegen gibt es aber auch etwas versteckte Touren – für Wanderungen, aber auch für spontane Tagesausflüge.

Die Wanderungen und Ausflüge unten sind in drei verschiedene Stufen eingeteilt: «Entli»-, «Murmeli»- und «Steinbock»-Routen. So hat es sicher für jeden etwas dabei. Auch für Kinder.

Marcel Hähni

Marcel Hähni

SRF 1-Wanderexperte

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Der Radiomann ist auch Wandermann. Als Wanderleiter kennt Marcel Hähni die Wanderwege in der Schweiz fast alle und rückt für einmal die etwas unbekannteren Routen ins Zentrum.

Region Zentralschweiz

Wanderungen und Ausflüge müssen nicht immer im Voraus geplant werden. Auch für Kurzentschlossene gibt es einige tolle Ausflüge.

Beispielsweise die Höllgrotte bei Baar. Das Höhlensystem wurde vor rund 200 Jahren entdeckt, als man Stein für den Tunnelbau abbauen wollte. Der Ausflug ist Familientauglich, da die Höhle auch für kleinere Kinder spannend ist und der Rundgang nur eine halbe Stunde dauert.

Ein absoluter Geheimtipp von unserem SRF 1-Wanderprofi Marcel Hähni ist kleinste Hängebrücke der Schweiz. Diese befindet sich auf dem Raten im Kanton Zug, ist ca. fünf Meter lang und knapp zwei Meter hoch.
Auf dem Raten gibt es ein Ausflugsrestaurant, von wo aus ein Rundweg startet. Der «Naturena»-Weg geht ungefähr eine Stunde, ist ausgeschildert mit Schautafeln zur Region, den Tieren und den Pflanzen, die es dort gibt und ist deshalb auch für Familien empfehlenswert.

Läuft man den Weg in die entgegengesetzte Richtung, kommt man schneller zur Hängebrücke. Weiter auf dem Weg folgt eine Hütte mit einer Feuerstelle und schliesslich kommt man zur Einsiedelei St. Jost, wo man in der kleinen Kapelle die Glocke läuten kann. Für die Kinder hat es dort sogar einen tollen Spielplatz.

Für diejenigen, die einen längeren Ausflug planen, ist der Industriepfad Lorze empfehlenswert. Der 30 km lange Pfad ist mit 70 Schildern bestückt, die die Geschichte der Industrie von Zug erzählen. Wer die 30 km nicht zu Fuss bestreiten möchte, kann natürlich auch mit dem Velo dem Lorze-Pfad folgen.

Zentralschweiz

  • Industriepfad Lorze (Zug)

    Der Lorze-Pfad geht zuerst durch das Ägerital, über Baar zum Zugersee und dann zur Grenze zum Kanton Luzern in die Reuss. Die Strecke ist 30 Kilometer lang und Kinderwagen- sowie Velo-tauglich. Unser SRF1-Wanderexperte Marcel Hähni empfiehlt, die 30 km in Etappen zu machen, damit man alles von der Gegend sehen kann und alle 70 Tafeln am Wegrand lesen kann, die die Geschichte der Industrialisierung in Zug aufzeigen.

  • Karte Höllgrotten
    Legende: SchweizMobil/Colourbox/SRF

    Höllgrotten Baar

    Ein circa halbstündiger Rundgang führt durch das Höhlensystem in der Nähe von Baar. Dieser Ausflug ist auch für Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen.

  • Karte Sinnespfad
    Legende: SchweizMobil/Colourbox

    Naturena-Weg auf dem Raten

    Auf dem Raten gibt es einerseits ein Ausflugsrestaurant, welches gleichzeitig der Ausgangspunkt für einen Rundweg ist. Während einer Stunde kann man dem «Naturena»-Weg entlang laufen. Dieser ist ausgeschildert mit verschiedenen Schautafeln zur Region sowie zu den Tieren und Pflanzen, die es dort gibt.

Region Linthgebiet/Walensee

Das Gebiet zwischen dem Walensee und dem oberen Zürichseeufer ist ein Naherholungsgebiet für die Region zwischen dem Glarnerland und dem südlichen Teil des Kanton St. Gallen.

Das Linthgebiet war bis vor 300 Jahren ein versumpftes Gebiet, welches geschichtlich viel zu erzählen weiss. Im Linth-Escher-Auditorium ist die gesamte Geschichte vom damaligen Kanalbau durch Hans Conrad Escher dokumentiert. Das Auditorium befindet sich in einem ehemaligen, als Landwirtschaftsgebäude getarnten, Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Auch im Linthgebiet haben wir einige Ausflugstipps zusammengestellt: für Inline-Skater, Läufer und für Velofahrer hat es für jeden etwas dabei.

Linthgebiet

Region Berner Oberland/ Adelboden

Adelboden kennt man vor allem aufgrund der Skirennen, aber auch im Sommer und im Herbst ist die Region für Wanderbegeisterte reizvoll.

Die Wanderung Alpengarten Höreli ist vor allem zwischen Juni und September zu empfehlen, da sich zu dieser Zeit die Blumenpracht fast täglich verändert.

Berner Oberland/Adelboden

Region Thuner-/Brienzersee

Habkern ist nördlich von Interlaken und eine Region mit perfektem Blick auf den Thuner- und den Brienzersee. Oberhalb von Habkern hat es ein Flachmoor auf der Lombachalp, welches durch Orchideen und anderen schönen Pflanzen besticht.

Nebst einem spontanen Ausflug in die Festung Waldbrand, kann man – vor allem wenn es draussen zu warm zum Wandern ist – in die kühlen Beatushöhlen. Beide Ausflugsorte sind weder mit Kinderwagen, noch mit Rollstuhl begehbar.

Die Wanderung beim Sigriswiler Rothorn ist eher für Fortgeschrittene und erfordert gute Wanderausrüstung. Denn für 600 Meter wandert man durch das Rothorn hindurch und braucht hierfür entweder eine Stirnlampe oder eine Taschenlampe. Doch die Mühe wird mit einer imposanten Aussicht belohnt.

Region Thuner-/Brienzersee

  • Wanderkarte Schafloch
    Legende: SchweizMobil/Colourbox

    Sigriswiler Rothorn: Schafloch

    Länge: 12 km Wanderzeit: 5 Stunden Auf-/Abstieg: 1100 m/1100 m

  • Beatushöhlen
    Legende: Beatushöhlen SRF/Colourbox

    Beatushöhlen

    Etwa ein einstündiger Rundgang durch die Höhlen, der weder mit Kinderwagen noch mit Rollstuhl machbar ist.

  • Festung Waldbrand
    Legende: Festung Waldbrand SRF/Colourbox

    Festung Waldbrand

    Die Region Habkern ist ausgehölt von militärischen Festungen, die heute nicht mehr in Betrieb sind. Die Festung Waldbrand ist bei Sigriswil am Beatenberg. Eine Führung geht zwei bis drei Stunden und ist deshalb eher für Familien mit Kindern ab acht Jahren zu empfehlen. Die Festung ist zudem ein guter Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen.

Früh geübt

Marcel Hähni war bereits als 5-Jähriger ein grosser Wanderer, wie die erwanderten Kilometer auf den Urkunden zeigen.

Drei Urkunden liegen auf einem Tisch.
Legende: Schon in frühen Jahren viel unterwegs: Marcel Hähnis Wanderurkunden aus den 1970er-Jahren. SRF

5 Kommentare

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