Zum Inhalt springen
Inhalt

Radio SRF 1 Wozu braucht es die Kirche noch?

Die Kirche steht im Dorf – noch. Denn die Werte des Christentums gehören zu den Fundamenten unserer Gesellschaft. Aber immer weniger Bürger fühlen sich von der Institution Kirche angezogen. Was für einen Stellenwert hat die Kirche im Jahr des Reformationsjubiläums? Die Diskussion im «Forum».

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 54:47 Minuten.
54:47 min, aus Forum vom 02.11.2017.

Wie haben Sie es mit der Kirche? Besuchen sie noch den Gottesdienst? Und was hat Ihnen der Pfarrer auf der Kanzel zu sagen? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen offenbart in der Schweiz zunehmend ein Unbehagen in Bezug auf den persönlichen Glauben oder die Zugehörigkeit zu einer Kirchgemeinde.

Tatsache ist: Die Landeskirchen tun sich schwer damit, ihre Mitglieder zu erreichen. Lebensanschauungen, welche sich mit dem Glauben an einen Gott und einem Festhalten an kirchlichen Dogmen kritisch auseinandersetzen, gewinnen an Popularität.

In der Sendung «Forum» stellen wir die Aufgaben der Landeskirchen zur Debatte. Wir diskutieren über die Rolle der Kirche als Sinnstifterin in unserem Leben und als Klammer unserer Gesellschaft.

Gäste in der Sendung sind:

  • Ruth Thomas-Fehr; Religionswissenschaftlerin und Vorstandsmitglied der Freidenker-Vereinigung der Schweiz
  • Christian Walti, Pfarrer in reformierten Kirchgemeinde Frieden Bern
  • Josef Annen, Generalvikar für die Kantone Zürich und Glarus (Bistum Chur)

Online-Diskussion

Welche Funktion hat die Institution Kirche in unserem Land heute noch? Hier geht es zur Online-Diskussion. Meinungen zum Thema sind auch in die Live-Sendung eingeflossen.

56 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Paul Meyenberger (steinböckli)
    Wer glaubt denn heute noch an einen persönlichen Gott, der kontrolliert, belohnt und bestraft, durch Wunder und Naturkatastrophen aktiv ins Weltgeschehen eingreift, zu jedem Menschen eine Beziehung unterhält und durch Opfer und Gebete sich gnädig stimmen lässt? Das ist der christliche Gott! Klaushöck, Apéro, Sternsingen, Krippenspiele, Frauenkafi, Senioren-Nachmittag, Knopftreff oder Suppentag sind nur Dekoration und haben mit den Glaubensinhalten an und für sich so gut wie nichts zu tun.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Paul Meyenberger (steinböckli)
    Fortsetzung: Und weil heute selbst die meisten Priester und Bischöfe nicht mehr an Hölle und Teufel glauben. Obwohl dies wie gesagt noch immer zum christlichen Glaubenskonzept gehört. Der Unterschied zwischen dem, was die Kirche noch immer lehrt, und dem, was heute den Gläubigen tatsächlich noch vermittelt wirt, könnte oft grösser kaum sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Paul Meyenberger (steinböckli)
    Das, was Herr Daniel Häberlin als "Begriffe" bezeichnet, ist genauso Teil des christlichen Glaubens, wie der Glaube an Engel oder an einen Gott als Schöpfer der Welt. Doch heute wird den Gläubigen meist nur noch ein um wesentliche Teile gestutztes Christentum, ein verwässertes Christentum, ein "Christentum light", ein Christentum ohne Hölle und Teufel vermittelt. Weil man befürchtet, dass sonst die Kirchenaustritte noch mehr zunehmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen