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Radio SRF 1 Zebraliste und Elefantenrunde – Tiermetaphern in der Politik

Wer ein alter Hase oder gar ein Dinosaurier im Bundeshaus werden will, geht meist auf Ochsentour. Tierische Sprachbilder sind in der Politik verbreitet. SRF-Mundartexperte Markus Gasser erklärt die Begriffe.

Legende: Audio Markus Gasser über tierische Sprachbilder abspielen.
0:31 min

  • Die Elefantenrunde

    Nach jeder Wahl treffen sich die Parteipräsidenten im Fernsehen zur Elefantenrunde. Sie sind die politischen Schwergewichte und brauchen auch eine dicke Haut, weshalb sie mit dem grössten Landlebewesen der Welt verglichen werden.

  • Die Zebraliste

    Ein Wahlzettel auf dem die Kandidaten, Männer und Frauen oder Bisherige und Neue abwechselnd aufgeführt sind, nennt man Zebraliste. Diese Auflistung erinnert an die schwarz-weissen Streifen eines Zebras. Im Gegensatz zu einem Wahlzettel, wo zuerst alle Männer und dann alle Frauen aufgeführt sind, verspricht man sich mit der Zebraliste bessere Wahlchancen.

  • Die Ochsentour

    Wer in der Politik hoch hinaus will, hat meist eine Ochsentour hinter sich. Viele arbeiten sich auf ihrer politischen Karriereleiter von ganz unten nach oben in den National- oder Ständerat. Der Ochse gilt ebenfalls als Arbeitstier, das von den Bauern früher gerne vor den Wagen gespannt wurde.

  • Parteimuni

    Der Muni ist ein Stier, der dem Kampf nicht abgeneigt ist. Analog dem Vierbeiner geht auch der politische Zweibeiner voran. Ein Parteimuni ist überzeugt von der Sache, die er im Namen seiner Partei vertritt. Der Begriff ist in der Lokalpolitik etablierter als in der grossen politischen Arena.