Fussball zum Lachen: Das sind die Anti-Ronaldos!

Die FIFA verleiht am Montagabend in Zürich den Preis für das schönste Tor des Jahres 2014, den Puskás Award. Perfektion? Wie langweilig. Die Schuss-Traumtor-Schuss-Traumtor-Orgie sparen wir uns an dieser Stelle – und verteilen Trostpreise für beste Unterhaltung an die tragischen Helden des Spiels.

Statt an aalglatten Fussballmaschinen á la Cristiano Ronaldo, ergötzen wir uns lieber an den Fehlbaren. An denjenigen, die uns das Gefühl geben: Das hätten wir besser gemacht. Oder zumindest nicht viel schlechter. Danke dafür, Ali Sami Yachir.

Dass Brasilianer am Ball alles können, ist bekannt. Statt die Kugel schlicht auf die Tribüne zu dreschen, überlistet dieser ambitionierte Verteidiger kurzerhand mehrere physikalische Gesetze und den eigenen Goalie. Sein Künstlername ist leider unbekannt. Falls er noch einen sucht: wie wär's mit Pópó?

Das Stadion: leer. Das Tor: leer. Der Kopf von Yasser Al-Shahrani: voller Gedanken. «Jetzt noch sauber den Ball annehmen... geschafft. Bloss nicht nervös werden. Ganz locker einsch...EISSE!»

Auch der Vorname «Diego» schützt nicht vor temporärer fussballerischer Inkompetenz. Obwohl: Das, was Diego Capel von Sporting Lissabon da macht, ist auch schon wieder eine Kunst.

Soweit die herausragenden Leistungen in der Kategorie Comedy. Im Bereich Schauspiel geht der Ehrenpreis für couragiertes Simulieren dieses Jahr an Adryan von Leeds United. So eine AuaAuaAua-ich-bin-gefoult-worden-Show abzuziehen – das muss man sich auf einem britischen Fussballplatz erst mal trauen.