Social Media Recruiting: Dort suchen, wo die Besten sind

Ganz gemütlich den grossen Stapel an Bewerbungsdossiers am Arbeitsplatz studieren: Das war mal. Personalabteilungen müssen dorthin, wo die besten künftigen Mitarbeiter sind – in die sozialen Netzwerke.

Die eigene Web-Präsenz wird zunehmend wichtig bei Bewerbungen.

Bildlegende: Die eigene Web-Präsenz wird zunehmend wichtig bei Bewerbungen. Colourbox

In den USA ist das «Social Media Recruiting» bereits sehr verbreitet. Bewerber werden dort gezielt auf Twitter, Facebook oder via Xing und Google+ für Stellen angeworben. In der Schweiz steht man noch ganz am Anfang. Nichtsdestotrotz gibt es bereits einige Unternehmen, die die sozialen Medien dafür nutzen.

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben seit anderthalb Jahren eine Stellenseite auf Facebook. Dort werden alle offenen Stellen aufgeschaltet und mit Videos beworben. In diesen Videos sprechen die Chefs der jeweiligen Abteilungen mögliche künftige Mitarbeiter direkt an und stellen ihnen die Jobs vor.

Diese Videos wiederum werden dadurch auch auf Youtube und Vimeo gestreut. Ganz einfach erreichen die VBZ so viele Menschen. Denn gut drei Millionen Schweizer besitzen ein Facebook-Profil, könnten so mit der VBZ-Stellenseite in Kontakt kommen.

70 Prozent der Bewerber werden laut den VBZ nach wie vor über Online-Stellenportale und über die eigene Website rekrutiert. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Basler Versicherung ab. Auch dort sei der Anteil an Bewerbungen via soziale Netzwerke noch klein, dank der Auftritte würden jedoch die richtigen Leute angesprochen, sagt Michèle Richner, Verantwortliche für den Online-Arbeitgeberauftritt der Baloise Group.

«  Die Bewerber sind qualifizierter und wir haben mehr gute Bewerbungen dank der sozialen Netzwerke »

so Richner weiter. Und die Bewerber wüssten genau, was sie erwarte, dies auch dank der Videos, die in den sozialen Netzwerken aufgeschaltet würden.

Künftig wollen die VBZ sowie die Baloise Group noch mehr auf die sozialen Netzwerke setzen. Auch wenn damit noch nicht viele Menschen rekrutiert werden könnten, so würden diese Auftritte dem Image der Unternehmen doch helfen. Und die junge Generation erreiche man so einfach viel schneller und besser.