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Digital am Sonntag Digital am Sonntag, Nr. 14: Breaking Bad 2.0

Am Wochenende hat man Zeit zum Lesen. Deshalb stellen wir hier jeden Freitag die Artikel zu Digital-Themen zusammen, die wir lesenswert finden.

Entspanntes Lesen in bequemen Sesseln.
Legende: Es muss nicht immer Zeitung sein. Gaetan Bally/Keystone

Synthetische Drogen und Internet

Vanessa Grigoriadis schreibt , Link öffnet in einem neuen Fensterfür das «New York Magazine» eine ausführliche Reportage über den Untergrund der synthetischen psychedelischen Drogen und das wilde, oft verantwortungslose Experimentieren. Ein digitales Thema ist das, weil das Internet in der Szene eine katalysierende Rolle spielt. Über das Netz werden: Erfahrungen ausgetauscht (als ersetze das eine klinische Studie); die Droge du jour von den Konsumenten bestellt; Patente auf Medikamente abgefragt; leicht veränderte Versionen davon in chinesischen Chemiefabriken in Auftrag gegeben. Ein Toxikologe beschreibt die daraus resultierende Herausforderung:

Until we can break the model of releasing a new chemical that [works similarly as] an illegal drug but is structurally dissimilar enough that you can avoid getting [arrested], this is the new normal. [T]he internet vendors are fully whack-a-mole. The new drug dealer is the mailman.

Wie besorgt man sich ein Botnet?

Das Blog Ars Technica setzt die kleine Serie von Hacking-Anleitungen (siehe auch «Digital am Sonntag, Nr. 11») fort: Sean Gallagher beschreibt, Link öffnet in einem neuen Fenster, wie einfach es ist, sich ein Bot-Netz zu beschaffen. Er kaufte sich auf dem Schwarzmarkt die nötigen Dienstleistungen zusammen, für weniger als 600 Dollar. Mit dem so erworbenen Netzwerk von gekaperten PCs hätte er alles mögliche anstellen können, vom Spam-Versand über Werbe-Klick-Betrug bis hin zu Denial-of-Service-Attacken auf Webserver:

[A]ll you need is about $600, a little spare time, and no compunctions about breaking laws to make a profit. I didn't deploy [...] botnet destruction in the end, but I absolutely could have. That may be the scariest lesson here.

Spielen mit Excel

Der kanadische Buchhalter Cary Walkin arbeitet naturgemäss viel mit Microsoft Excel. Offenbar hat er auch in der Freizeit alles andere als genug von der Tabellenkalkulation. Denn er hat mit Excel ein komplettes Rollenspiel programmiert. Was natürlich total Sinn macht, denn als Buchhalter kennt er das Programm gut – und Rollenspiele sind, wenn wir ehrlich sind, ohnehin nur ein gewaltiges Excel-Sheet, das Zahlen für Rüstung, Waffen und Charakterverwerte verwurstet – mit schöner Grafik oben drauf. Casey Johnston von Ars Technica zitiert , Link öffnet in einem neuen FensterWalkin so:

There is an old adage that underneath every RPG is a massive spreadsheet, so now the massive spreadsheet IS the RPG!

Monkey Island 3 ?!?!?

Gemäss unserer Umfrage seid ihr euch ja einig, dass «Monkey Island» das beste LucasArts-Spiel war. Entsprechend wird es euch interessieren, dass der Designer von «Monkey Island» Ron Gilbert auf seinem persönlichen Blog aufgelistet , Link öffnet in einem neuen Fensterhat, wie er ein neues «Monkey Island» gestalten würde, gäbe es denn eins – was es nicht gibt, aber trotzdem. Er zeigt sich dabei kämpferisch und nostalgisch zugleich. So beharrt er auf einem Design-Aspekt, der immer wieder mal als Hauptgrund für den Niedergang des Adventure-Genres genannt wird: dass man komplett feststecken konnte. Er findet genau das gut:

It would be a hardcore adventure game driven by what made that era so great. No tutorials or hint systems or pansy-assed puzzles or catering to the mass-market or modernizing. […] You're going to get stuck. You're going to be frustrated. Some puzzles will be hard, but all the puzzles will be fair. It's one aspect of Monkey Island I am very proud of.

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