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Digital Fernseh-Kauf: Lassen Sie sich nicht von Technik-Blabla blenden!

Ultra HD, 3D, 1:100'000, cd/m²: Die technischen Angaben bei Fernsehern sind vielfältig und für Kunden verwirrend. Wir sagen: Vertrauen Sie einfach Ihren Augen! Nicht nur, um die ideale Bildschirmgrösse zu bestimmen.

Barbie-Ken vor einem LCD-Fernseher.
Legende: Vieles, was aus Verkäufers Mund wahnsinnig toll tönt, ist nicht wirklich wichtig. Reto Widmer / SRF

Was früher die Maximalgrösse war, ist heute der Einstieg: 80 Zentimeter Bildschirmdiagonale, etwa 32 Zoll. Für viele Personen dürfte dies bereits das ideale Mass sein. Drei bis fünf Mal die Diagonale sollte der Sitzabstand zum Fernsehgerät sein. Bei 80 Zentimetern sind das also zwei bis vier Meter. Wer mehr Platz im Wohnzimmer hat, kann ein Gerät um die 42 Zoll ins Auge fassen. Fernseher dieser Grössenordnung gibt es um 500.- Franken.

Um seine ideale Bildschirmgrösse herauszufinden, stellt man sich im Geschäft am besten in möglichst dem Abstand vor die ausgestellten Fernseher, wie er auch zu Hause ist. So kann man auch gleich die Bildqualität beurteilen und muss sich nicht von technischen Werten wie Kontrastwert oder Helligkeit blenden lassen, die wenig über die effektive Bildqualität aussagen.

Auf Augenhöhe mit dem Verkäufer

Die folgenden Punkte sollten Sie im Geschäft prüfen, um die Qualität eines Fernsehers optimal einschätzen und ihr Idealgerät finden zu können.

  • Bedenken Sie, dass die Lichtverhältnisse im Verkaufs­raum oft anders sind als bei Ihnen im Wohnzimmer. Wenn es zu hell ist, lassen Sie die Raumbe­leuchtung reduzieren.
  • Die auf den Fernsehern gezeigten Filme in den Geschäften sind oft speziell für die hoch­auflösenden Anzeigen produziert. Detailreiche Bilder von Landschaften oder bunten Tauchgängen auf tropischen Inseln sollen sie begeistern – und unkritisch machen. Fordern Sie deshalb, dass Sie auch das normale Fernsehprogramm sehen können oder eine mitgebrachte DVD. Ideal ist es, wenn dort Menschen zu sehen sind: Sieht ihre Haut natürlich aus? Bei lebhaften Szenen: Verwischt oder ruckelt das Bild?
  • Ist das Bild hell genug, ohne dass Helligkeit und Kontrast auf Maximum stehen? Können Sie auch von der Seite noch kräftige Bilder sehen? Hat es störende Spiegelungen auf der Oberfläche des Fernsehers?
  • Wie viele Anschlüsse hat ihr Wunschgerät? Ein HDMI-Eingang wird in der Regel belegt durch die Empfangsbox von Cablecom, Swisscom TV oder anderen Anbietern. Mindestens ein zweiter HDMI-Anschluss sollte zur Verfügung stehen zum Beispiel für die Spielkonsole. Nehmen Sie alle Anschlusskabel mit ins Geschäft, die Sie am aktuellen Gerät angeschlossen haben und testen Sie, ob am neuen Gerät für alle ein Anschluss vorhanden ist.
  • Pfeifen Sie auf Marketing-Begriffe wie 3D und Ultra HD. Ultra High Definition (UHD) hat 3840 x 2160 Bild­punkte – vier Mal so viel wie Full HD. UHD-Fernseher sollen zukünftig nicht nur mehr Details sondern auch Kontraste verbessern und mehr Farb­abstufungen zeigen. Das Problem: Bislang gibt es noch so gut wie kein Bild­material in UHD-Qualität und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Dasselbe gilt beim Schlagwort 3D. Muss derzeit nicht sein!
  • Stellen Sie sich die Frage, ob Sie ihr Fernsehgerät am Internet anschliessen wollen (Smart TV) um Beispielsweise direkt Youtube-Videos gucken zu können. Wenn ja: Wie? Mit Kabel oder drahtlos über WiFi?

7 Kommentare

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