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Digital Heimkino, aber wirklich! Mit Beamer

Ein grosser Fernseher ist gut, ein Beamer besser: Er bringt das Kino-Gefühl in die Stube. Wir sagen, worauf Sie beim Kauf eines Projektors achten müssen.

Ein Beamer/Projektor an der Decke, daneben Barbie-Ken.
Legende: Ob an der Decke oder sonstwo: Sie sollten sich gut überlegen, wo bei Ihnen der beste Ort für den Projektor ist. Reto Widmer / SRF

Eine Warnung vornweg: Ein Beamer braucht Raum. Wer kein Zimmer zur Verfügung hat, in dem er eine minimale Projektionsfläche von zwei Metern Breite zur Verfügung stellen kann, ist mit einem grossen LCD-Fernseher besser bedient.

Zudem sollte auch der Sitzabstand zur Projektionsfläche nicht zu klein sein: Sechs Meter bei zwei Metern Bildbreite sollten es sein, damit Ihre Augen die ganze Fläche auf einmal erfassen können und Sie bei Bewegungen über die gesamte Bildfläche den Kopf nicht hin-her bewegen müssen. Wenn Sie diesen Platz zur Verfügung haben, sind Sie bereit für einen Beamer.

Beamer ist nur die halbe Miete

Projektoren gibt's schon ab 500 Franken. Bedenken Sie aber, dass es in der Regel mit dem Kauf des Geräts nicht getan ist: Eine weisse glatte Wand mag zwar als Projektionsfläche ausreichen – ein brillanteres Bild liefert eine Leinwand, die schnell mit zusätzlich 500 Franken zu Buche schlägt.

Weitere Zusatzkosten können beim Ton anfallen, denn auch wenn einige Beamer Lautsprecher eingebaut haben: Freude kommt bei dieser Tonqualität nicht auf. Legen Sie bei der Planung eines Heimkinos Wert auf einen guten Ton. Schliessen Sie ihre Video-Quellen an die Musikanlage an.

Wenn Sie vor allem Spielfilme schauen, lohnt sich eine Anlage, die 5.1-Surround bietet. Nicht vergessen sollten Sie zudem allfällige Kosten für Kabel, etwa ein extra langes HDMI-Kabel von der Signalquelle (TV-Empfangsbox, DVD/Blu Ray-Spieler, Spielekonsole, Streamingbox etc.) zum Beamer.

Lens Shift macht flexibel

Überlegen Sie sich, wo Sie den Projektor aufstellen wollen. Die wenigsten Wohnzimmer sind so ausgelegt, dass Sie das Gerät im idealen Abstand und mittig zentriert zur Projektionsfläche aufstellen können. Kaufen Sie deshalb mit Vorteil einen Projektor mit Zoom-Objektiv und Lens Shift.

Detail eines Beamers, Objektiv, daneben der Lens Shift-Hebel.
Legende: Ein Beamer mit Hebel zur Objektiv-Verschiebung (Lens Shift): Damit kommt das Bild verzerrungsfrei auf die Leinwand. Panasonic

Mit dem Zoom können Sie die Grösse des projizierten Bildes anpassen, ohne dass Sie den Abstand des Beamers zur Leinwand verändern müssen. Dank Lens Shift können Sie den Beamer auch vertikal und horizontal versetzt zum Projektionsmittelpunkt aufstellen – und so die Verzerrung, die dadurch im Bild entsteht, optisch am Objektiv wieder ausgleichen.

Licht macht Lärm

Beamer arbeiten mit Hochleistungslampen, die viel Hitze erzeugen und mit einem Ventilator gekühlt werden müssen. Dieser Ventilator macht Geräusche. Achten Sie darauf, dass der «Grundlärm» die Marke von um 30 Dezibel nicht übersteigt. Je näher das Gerät an den Köpfen der Zuschauer montiert ist, umso wichtig ist es, den Lärmaspekt zu berücksichtigen.

Wie laut ein Projektor lüftet, hängt auch damit zusammen, wie hell seine Lampe strahlt. Je heller sie ist, desto wärmer wird sie und desto stärker muss der Ventilator sie abgekühlen.

Die Helligkeit wird in Ansi-Lumen angegeben. In einem abgedunkelten Raum für eine Projektion auf eine Leinwand durchschnittlicher Grösse, also 2 bis 4 Meter Breite, reichen 1000 Ansi-Lumen aus. Für Projektionen bei Tageslicht sollte ein Projektor mindestens 2000 Ansi-Lumen Helligkeit liefern.

HD ist das Format

Vor allem sehr günstige Modelle bieten lediglich eine XGA-Auflösung (1024x768). Das ist unbefriedigend, denn heute strahlen die meisten Sender ihre Sendungen im HD-Format (720p: 1280x720) aus. Das sollte auch der Beamer unterstützen. Um die Qualität von Filmen ab Blu Ray voll auszuschöpfen, muss er Full HD auflösen (1080p: 1920x1080).

Ansi-Lumen

Der Wert in dieser Einheit definiert, wie viel Licht der Beamer auf eine bestimmte Fläche projizieren kann. Neben der Umgebungshelligkeit spielt also die gewünschten Bildfläche eine Rolle: Je grösser die Projektionsfläche des Beamers ist, umso mehr Ansi-Lumen sind notwendig.

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