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Musik Alex Hepburn: Video und Album-Kritik

Nicht alle Tage schafft es eine Blues-Sängerin in die Pop-Charts. Der Londoner Newcomerin Alex Hepburn ist das gelungen.

«Ich schlafe nicht in der Nacht, sondern träume am Tag», schreibt Alex Hepburn auf Twitter. Einen verträumten, nicht ganz präsenten Eindruck macht die Engländerin auch als Gast im SRF 3 Studio. Hastig schminkt sie sich für das Foto, bittet ihren Manager um ein Feedback und dieser meint, «etwas mehr Rouge» wäre gut.

Dann singt sie mit ihrer fantastischen rauhen, zerbrechlichen und doch starken Stimme «Under». Mit diesem Erstling ist Alex Hepburn seit 18 Wochen in den Schweizer Single-Charts. Kurz nach dem zweiten Refrain klingelt das Handy, sie flucht. Ihr Manager schlägt vor, den Flugmodus zu aktivieren. Die Aufnahme beginnt von vorne. Erst beim dritten Mal klappts. Sie will es perfekt.

Anfänglich war ich nicht allzu sehr von mir überzeugt.

So lässt Alex Hepburn ihre ersten zögerlichen Schritte im Musikbusiness Revue passieren. «Ich hatte eigentlich gar nicht vor, Sängerin zu werden». Doch bekanntlich kommt es manchmal anders als frau denkt. Eigentlich hat sich Frau Hepburn vor dem Beginn ihrer Karriere eher für Haie, als für Musik interessiert. «Mich faszinieren diese Tiere. Ich wollte ursprünglich Meeresbiologin werden. Auch heute noch bin ich vom Meer und ihren Bewohnern fasziniert.»

Alex Hepburn – ein großer Verlust für die Meeresbiologie. Aber ein Gewinn für die Musik.

CD «Together Alone»

Alex Hepburn singt den Blues, aber auch Soul und R'n'B aus den 60s – oft mit deutlichen musikalischen Zitaten von Jimi Hendrix bis Janis Joplin. Man muss nicht mit der alten Musik aufgewachsen sein, um diese CD gern zu hören. Sie  enthält 12 Songs voller Intensität, keine Füller. Beste Songs: Pain Is, Love to Love You, Reckless, Two Point Four.