Frida, unser Anker in Malmö

Ohne sie wäre die Schweizer Delegation im Malmöer ESC-Getümmel aufgeschmissen: unsere offizielle Begleiterin Frida, Ur-Schwedin und Vollblut-ESC-Fan.

Dürften wir am ESC 2013 unsere persönliche Heldin küren, wäre es Frida Mebius Önnerfors. Die «Delegation Host» aus Lund, einer Stadt nahe Malmö, macht mit ihrer Kollegin Katerina Rus, dass wir reibungslos durch den ESC-Dschungel kommen. Ehrenamtlich. Jede Landesdelegation am ESC kriegt die Hilfe zweier «Gastmütter».

Fremdenführerin, Dolmetscherin – und Notfall-Stylistin

Nachdem Takasa im Halbfinal ausgeschieden sind, haben es Frida und Katerina zugegebenermassen ruhiger. Aber: «Wir sind da, wenn es was gibt.» Womit ihre Aufgabe als Hostessen auch grad zusammengefasst wäre. Termine organisieren, Rahmenprogramm gestalten, sprachliche Verständigungsprobleme lösen, das alles stand in der Agenda der beiden. Und: Kleider kaufen für Takasa. «Einmal hat Christoph seine Krawatte vergessen, da musste Katerina schnell in den Laden und eine neue organisieren», lacht Frida. Müssig zu erwähnen, dass beide Hostessen durch ihre offene, aufgestellte Art punkten und eigentlich schon ein Teil der Delegation sind.

Islamologin, Doktorandin und dreifache Mutter

«Nebenbei» hat Frida aber auch ein Privatleben. Sie ist an der Universität in Lund Doktorandin in Islamologie, arbeitet Teilzeit an der Uni mit Studenten aus aller Welt und ist Mutter von drei kleinen Mädchen. Frida bringt nicht nur Familie und Karriere unter einen Hut, sondern auch noch den ESC: «Es ist keine Belastung. Es ist für mich eine super Gelegenheit, etwas Anderes zu tun. Das alles zu erleben, man kann das nicht mit Geld bezahlen.»