Fünf gute Gründe, den ESC-Final doch noch zu schauen

Für Takasa, die Schweizer Delegation am ESC 2013, war zwar schon im Halbfinal Endstation. Dennoch finden wir: Der Final am Samstag ist nicht zu verpassen. Wir sagen euch, warum.

Die dänische Kandidatin ist eine Freude für Augen, Ohren und Wettbüros.

Bildlegende: Emmelie de Forest Die dänische Kandidatin ist eine Freude für Augen, Ohren und Wettbüros. Keystone

1. Das ESC-Gesamtpaket, in Form einer blonden Elfe

Kein Wunder ist die Dänin Emmelie de Forest Favoritin der Wettbüros. Sie hat ja auch alles! Sie ist bildhübsch, sie singt super, der Song ist massentauglich und surft mit den keltisch klingenden Flöten im Hintergrund auf der aktuellen Folk-Pop-Trend-Welle. Wer nicht den ganzen Final schauen kann, soll nur für ihren Auftritt reinzappen und hat so den ESC kompakt zusammengefasst.

2. Der grösste Nervtöter, den wir seit langem gehört haben

Graf Dracula? Skrillex aus dem Balkan? Bei aller Liebe zum Skurrilen: Cezar aus Rumänien nervt. Er singt undeutlich, lebt auf der Bühne mehr von seinen Tänzern als von seinem Song, und überhaupt: Der kommt weiter, und wir nicht? Trotzdem, oder gerade deshalb: Final schauen. Weil kollektives Nerven und Fremdschämen an jedem Fernsehabend Spass macht.

3. Der untypischste ESC-Song (den wünschen wir uns für Club-Gigs)

ByeAlex ist eigentlich dermassen nicht ESC-konform, dass er keine Chance haben dürfte – dachten wir. Doch der ungarische Hipster hat uns eines Besseren belehrt und bewiesen, dass im ESC-Publikum auch Indie-Herzen stecken. Wunderbar ruhig der Song, extrem jöh die Cartoons im Hintergrund. Macht Lust auf mehr. Ihn hätten wir gerne auf Konzerttour in der Schweiz, bitte.

4. Die beste Choreographie, die wir seit langem gesehen haben

Aserbaidschan zeigt, was es heisst, mit wenigen Mitteln eine grosse Wirkung zu erzielen. Okay, man munkelt, die finanziellen Mittel hinter diesem Auftritt seien nicht grad bescheiden. Aber die Bühneneinrichtung ist minimal, die Outfits sind schlicht und schön, und die Idee mit dem Synchrontanz-Double in der Plexiglasbox ist einfach genial. Umwerfend! Anschauen!

5. Die schmalzigste Schnulze, für die Portion ESC-Kitsch

Das sind Gefühle ohne Ende, das könnte Disney-Musik sein. Georgien schickt mit Nodi und Sophie ein Duo ins Rennen, das sich emotional immer weiter hoch steigert, im Laufe des Songs. Man könnte meinen, sie seien wirklich ein Paar. Seien wir ehrlich: Wer diesen Artikel liest und sich nur schon überlegt, ob er den Final anschauen soll, der steht hundertprozentig auf solchen Kitsch.