Mehr als ein Geheimtipp: City And Colour

Seit Jahren gilt das Soloprojekt von Alexisonfire-Gitarrist Dallas Green als Top-Geheimtipp. Während er in Kanada und den USA Preise abräumt, ist er in Europa nach wie vor ein Indie-Act. Das könnte sich mit seiner neuen Platte ändern.

In der Indie-Szene längst ein umjubelter Star - und mit seiner neuen Platte vielleicht auch bald bei einem grösseren Publikum?

Bildlegende: City And Colour In der Indie-Szene längst ein umjubelter Star. cityandcolour.com

Irgendwann finden sie alle den Weg zur ruhigen Musik. All diese Hardcore-Sänger und Gitarristen, welche mit beinharten Riffs und heftigen Shouts ihre Fans begeisterten. Bei vielen enden solche Solopfade in der Belanglosigkeit. Nicht bei Dallas Green, der seine Karriere mit der Hardcoreband Alexisonfire startete.

2004 veröffentlichte er sein bereits damals umjubeltes Debut. Doch erst «Bring Me Your Love» von 2008 brachte ihm weltweite Aufmerksamkeit - vorwiegend aus der Indie-Szene. Seine wunderschönen, verträumt-melancholischen Songs sind in sich stimmig, packend und ergreifend.

Mit seiner neuen Platte «The Hurry And The Harm» beschreitet er gekonnt die gewohnten Pfade und veröffentlicht ein Album, welches mehr nach einer Band denn nach einem Solomusiker klingt - was keine schlechte Sache ist.