Zum «z'Mittag» gibt es in Lungern «z'Morge»

Die Aufregung auf beiden Seiten ist gross. Am 18. März 2016 kommt es zur ersten Begegnung des SRF Musikwelle-Teams mit dem Lungerner OK-Team. Die Obwaldner Gemeinde wird zum Austragungsort des «Dorfplatz» 2016, und hat einiges zu bieten – nur schon der Dialekt hat seine Eigenheiten.

Man könnte meinen, in Lungern kommen die Menschen erst spät aus den Federn. Jedenfalls gönnt man sich hier zur besten Mittagszeit ein «z’Morge». Mit Langschläfern hat das allerdings wenig zu tun. Die Lungener erklären es so, dass zwischen ihnen und den Wallisern eine gewisse Verwandtschaft besteht, die sich auch im Dialekt wiederspiegelt. Nur schon dies eine Geschichte, der unser Team während der «Dorfplatz»-Woche genauer auf den Grund gehen wird.

Gerade jetzt sitzt unsere Delegation allerdings noch im Zug und schlängelt sich darin dem Sarnersee entlang. Der Frühling hat bereits ein wenig Einzug gehalten und die Wiesen und Felder in ein sattes Grün getaucht. Weiter geht’s an Giswil vorbei, bevor bereits der nächste See ins Auge sticht. Ehrlich gesagt zeigt sich der Lungernsee jetzt im März noch nicht von seiner optimalen Seite. Der Stausee ist nur halb voll und wirkt nicht gerade einladend. Erst im Sommer, wenn der Wasserpegel den höchsten Stand erreicht hat, tummeln sich hier Badegäste, Surfbretter und Segelschiffe.

Schöne Aussichten

Kaum trifft unsere Delegation ein, wird sie auch schon herzlich vom dortigen OK-Team begrüsst und ins Dorf chauffiert. Bei Kaffee und Gipfeli werden erste Gedanken und Ideen zur Spezialwoche ausgetauscht. Vieles ist derweil noch offen. Fest steht jedoch, dass das SRF Musikwelle-Team sein Sendestudio mitten im Dorf aufstellen darf.

Kirche auf erhöhten Stufen.

Bildlegende: Ganz schön abenteuerlich wirkt die Kirche auf ihrem Podest. SRF

Logiert wird wiederum in einem Hotel am See. Bei solch schönen Aussichten steigt die Vorfreude auf die «Dorfplatz»–Woche natürlich zusätzlich. Auch bei den Lungerern ist die Vorfreude gross. Ihre Begeisterung für das Projekt ist spürbar. Nun gilt es Worte in Taten umzusetzen.

Die Kirche auf dem Podest

Ein nächstes Treffen wird vereinbart und das OK–Team widmet sich wieder seiner täglichen Arbeit. Derweil erkundigt das Musikwelle-Team auf einem Rundgang das Dorf. Nur schon die baulichen Besonderheiten des Obwaldner Stils und die «verschobene» Kirche auf ihrem Podest lassen erahnen, dass diese Gemeinde und ihre Bewohnerinnen und Bewohner viele Geschichten zu bieten haben.