G. G. gibt wieder Vollgas mit 65

Ob als Komponist, als Sänger oder als Musiker – G. G. Anderson gibt immerzu Vollgas. Das Leben auf der Überholspur bekam ihm allerdings nicht gut. Im Juli erlitt er gleich zwei Schlaganfälle und musste vorerst die Notbremse ziehen. Davon lässt er sich aber nicht unterkriegen.

Anderson mit Meer im Hintergrund.

Bildlegende: Als Komponist schuf Anderson über 1000 Titel. zvg

Es geschieht im Sommer 2014. Ganz entspannt sitzt G. G. auf dem Sofa. Plötzlich fühlt er sich unwohl, will seine Frau zu sich rufen und bemerkt, dass seine rechte Körperhälfte nicht mehr reagiert. Er ist halbseitig gelähmt und kann nur noch stammeln. Was für ein erschreckender Moment für den Schlagerliebling. Im Krankenhaus dann die Diagnose: zwei Schlaganfälle in der linken Gehirnhälfte. Immerhin bewirkten sie keine längerfristigen Schäden.

Autogrammkarte aus den 1990-er Jahren. G. G, lehnt sich über einen Ledersessel.

Bildlegende: Aus seiner Feder stammen Hits wie «Lieb mich ein letztes Mal» von Roland Kaiser. zvg

G. G. will sein Leben fortan zwar bewusster geniessen. Ohne Schlager und ohne die Bühne geht es für ihn aber nicht. Kurz nach seiner Reha bringt G. G. bereits wieder ein neues Album heraus

Rom bringt ihm Glück

Schon 1985, zu Beginn seiner Schlagerkarriere, bescherte die ewige Stadt G. G. seinen Evergreen «Sommernacht in Rom».

Auch 2014 geht der Zauber der ewigen Stadt für ihn weiter. Im August erscheint sein aktuelles Album «Die Sterne von Rom». Damit erreicht G. G. Chartplatzierungen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass es sich lohnt am Ball zu bleiben und sich musikalisch weiter zu entwickeln. Dass er ein Perfektionist ist, erkennt man daran, wie nervös G. G. bei der Veröffentlichung von «Die Sterne von Rom» war.

«  Ich fühlte mich aufgewühlt wie ein 14-Jähriger an seiner Konfirmation! »

G. G. Anderson

Genau dieser überaus professionellen Einstellung ist es wohl zu verdanken, dass er über Jahrzehnte hinweg bei Stars wie Mireille Mathieu, Tony Christie oder den Wildecker Herzbuben als Top-Komponist gehandelt wird. Nebst seinen eigenen Erfolgen stammen ausserdem Evergreens wie «Manuel Goodbye» oder «The Spanish Night is Over» aus der Feder des begnadeten Tausendsassas.

G. G. «fast» wieder im Element

Er selber tritt erst Mitte der Achtziger in die Fussstapfen eines Schlagersängers. Mittlerweile fühlt er sich auf der Bühne erst so richtig in seinem Element. Das will er auch weiterhin so halten.

Am 4. Dezember 2014 kann G. G. Anderson seinen 65. Geburtstag feiern. Zwar quält er sich gerade mit einem Bandscheibenvorfall herum. Dennoch zieht er seine aktuelle Weihnachtstour voll durch.