Michael Hirte sehnt sich nach «Ewigi Liebi»

Seine Geschichte ist eigentlich zu kitschig um wahr zu sein. Als Strassenmusiker versucht er sich über Wasser zu halten. Dann wird er zum Supertalent erkoren, wird Papa und Ehemann. Michael Hirte hat mehr erreicht, als er sich jemals erträumt hatte. Ein paar Sehnsüchte schlummern dennoch in ihm.

Michael HIrte spielt Mundharmonika vor herbstlichem Hintergrund.

Bildlegende: Als «Der Mann mit der Mundharmonika» erfüllt Michael Hirte die Hoffnung auf ein Happy End im Leben. SRFMusikwelle/ Alexandra Felder

Nicht umsonst würde Michael Hirte sein neuestes Album «Sehnsuchtsmelodien» taufen. Schade, dass «Ewigi Liebi» sich nicht darauf befindet. Er gesteht nämlich, dass er gerade diesen Schweizer Evergreen besonders gerne spielt, und ihn gerne vor einem grossen Schweizer Publikum vortragen würde.

Ewige Liebe auch privat

Ansonsten zeigt sich der Musiker bescheiden und bodenständig, was Wünsche und Sehnsüchte anbelangt. Grundsätzlich möchte er gesund bleiben, seine Kinder aufwachsen sehen und noch viel Zeit mit seinen Fans verbringen.

Mit seiner Jenny scheint er mittlerweile auch seine grosse Liebe gefunden zu haben. Ob es die «ewige» Liebe sein wird, bleibt zu hoffen. Vom Heiratsantrag bis zur standesamtlichen Hochzeit hat es drei Jahre gedauert. Am 20. Oktober 2015 gaben sich die beiden dann aber endlich das Ja-Wort.

Strassenmusiker im Herzen

Bei all dem Glück hat Michael Hirte jedoch nie vergessen, wie steinig sein Weg dereinst war. So erlitt er nach einem Verkehrsunfall 1991 schwere Verletzungen, die ihn zum Invaliden machten. Er erhielt zwar Hartz IV, spielte aber dennoch mit seiner Mundharmonika auf der Strasse, um sich ein paar Pfennige dazuzuverdienen. Dies hat er nach seinem Sieg bei «Deutschland sucht das Supertalent» nicht mehr nötig.

Hoffnungsträger

Weshalb er auch 7 Jahren nach seinem Sieg als Künslter noch so gefragt ist, kann sich Michael Hirte nicht erklären. Vielleicht liegt es daran, dass er mit seiner Geschichte die Sehnsucht nach einem «Happy End» erfüllt. Gerade dadurch wird er indirekt zum Hoffnungsträger für viele Menschen, die durch ihn den Glauben an das Gute nicht verlieren.

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