Marco Weber und die Bläserneulinge

Marco Weber unterrichtet seit 15 Jahren Bläserklassen. Dort beginnen bis zu 30 Personen gleichzeitig ein Blasinstrument zu spielen. Er erzählt Anekdoten aus dem spannenden Probealltag und erklärt, wie er die neuen Querflötistinnen, Bassisten oder Fagottisten Schritt für Schritt zum Klingen bringt.

Blick in eine Bläserprobestunde.

Bildlegende: Die Bläserkurse sprechen jung und alt an. zvg

Marco Weber (42) studierte Blasmusikdirektion und Klarinette. Er leitet ein eigenes Blasmusikinstrumente-Geschäft. «Die Freizeitangebote für Jugendlichen sind sehr vielfältig. Deshalb treten auch immer weniger Jugendliche einem Musikverein bei», so Weber. «Dank der Erwachsenen-Bläserklassen können wir Erwachsene auf einem Instrument ausbilden und so vielleicht in die Blasmusikszene holen.»

Porträtfoto.

Bildlegende: Marco Weber ist ein erfahrener Blasmusiker. zvg

Der Zulauf bei den Bläserklassen gibt ihm recht. In der Ostschweiz sind zwei neue Klassen geplant. Und auch der Dorfverein Gryfensee setzt künftig auf eine Bläserklasse, um neue Bläser zu rekrutieren.

Ein Instrument zu spielen will gelernt sein

Bläserklassen wurde vor rund 15 Jahren in der Schweiz populär. Einerseits werden in Schulhäusern ganze Schulklassen gemeinsam auf einem Blasinstrument unterrichtet. Andererseits lernen in solchen Bläserklassen auch interessierte Erwachsene ein Instrument. Die Bläserklassen werden von ausgebildeten Musiklehrern oder versierten Blasmusikanten geleitet.

In Bläserklassen beginnen alle Instrumentalisten gleichzeitig auf einem neuen Instrument zu spielen. Nach Abschluss der Bläserklasse nach 1-2 Jahren sind die Bläserneulinge soweit, dass sie in einer Blasmusik mitspielen können. Viele von ihnen leisten sich nachher an einer Musikschule einen Lehrer.