Spielfreude zeichnet die Chapella Tasna aus

Eigentlich spielt die Chapella Tasna Volksmusik im typischen Bündner-Stil. Die Formation aus dem Unterengadin, also nahe an der Grenze gelegen, kennt aber eigentlich keine (musikalischen Grenzen). Dies zeigt auch der Walzer «A luschtiga Tiroler», welcher auf vxm.ch zu finden ist.

Das Grenzenlose zeigt sich bei der Chapella Tasna auch in der Besetzung: Seit 2008 spielt auf der Klarinette die gebürtige Österreicherin Waltraud Strimer-List mit. Die in der Steiermark aufgewachsene Klarinettistin ist mit Jahrgang 1978 zugleich auch das jüngste Mitglied der Formation.

Die Freude am Musizieren hat bei der Chapella Tasna oberste Priorität. «Und genau diese Spielfreude zeichnet die fünfköpfige Formation aus», findet auch SRF-Volksmusikredaktor Sämi Studer. «Die Formation spielt unbekümmert und schnörkellos, was sie jüngst auch auf der erst erschienenen CD «Musica our d’Engiadina» bewiesen hat.»

Die Chapella Tasna wurde im Herbst 2000 gegründet. Eigentlich aus einer Notlösung, weil für den traditionellen Brauch «Bal da la schocca cotschna» noch eine Tanzmusik gesucht wurde.

Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch Jon Fadri Tönett (Klarinette), Otto Filli (Schwyzerörgeli), Andrea Marugg (Akkordeon) und Jon Duri Vital (Kontrabass) mit dabei. Die anfänglich verwendete Bezeichnung Chapella Alp Tasna bezieht sich auf eine Alp im gleichnamigen Kreis des Bezirkes Inn im Unterengadin. Inzwischen nennt sich die fünfköpfige Formation nur noch Chapella Tasna und ist je nach Auftritt auch im Quartett (ohne Akkordeon) oder im Trio (Klarinette, Örgeli, Bass) zu hören.

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