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Aktuell Militär, Zivilschutz, Zivildienst - häää?

«Zivildienst und Zivilschutz? Ist doch dasselbe!» Kaum geht eine Diskussion um den Zivildienst los, sind Missverständnisse und Unklarheiten vorprogrammiert. Wir helfen. Damit dein Bier nach Voll- und nicht nach Halbwissen schmeckt.

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Zivildienst

Zivildienststellen umfassen diverse Tätigkeitsbereiche, zum Beispiel Förster.
Legende: Zivildienststellen umfassen diverse Tätigkeitsbereiche, zum Beispiel Förster. Schweizerische Eidgenossenschaft

Der Zivildienst gilt als Ersatzdienst für den Militärdienst. Er dauert eineinhalb Mal so lange wie der Militärdienst. Zivildienst können nur diejenigen machen, die auch militärdienstpflichtig sind. Somit muss jeder Zivildienstleistende bereits einmal erfolgreich an einer Rekrutierung teilgenommen haben. Für den Zivildienst entscheidet man sich aus Gewissenskonflikten mit dem Armeedienst. Menschen, die beispielsweise aus medizinischen Gründen nicht militärdienstpflichtig sind, haben kein Anrecht auf Zivildienst.

Zivilschutz

Zivilschutz
Legende: Das typische Orange Schweizerische Eidgenossenschaft

Wie der Name besagt, gewährt der Zivilschutz Schutz, Betreuung und Unterstützung der Gesellschaft. Der Zivilschutz ist kantonal geregelt. Männer mit Schweizer Bürgerrecht, die keinen Militärdienst und keinen Zivildienst leisten, unterliegen der Schutzdienstpflicht und müssen somit Zivilschutz machen. Zivilschutztätigkeiten sind vielfältig und situationsabhängig. Dazu gehören: bei Katastrophen mithelfen, bei Grossanlässen Sicherheit darbieten oder Menschen mit Handikap herumzufahren.

Militärdienst

Militär
Legende: Ordnung und ein Schweizerkreuz Schweizerische Eidgenossenschaft

Ab dem 18. Altersjahr müssen Schweizer Männer sich in einem Rekrutierungszentrum der Armee blicken lassen. Dort werden sie eingestuft. Ist man dienstuntauglich, hat man zu bezahlen. Die Ersatzleistung beträgt 3% des Jahreslohns. Für Frauen ist das Militär freiwillig. Von rund 170‘000 Menschen im Militär sind 1000 Frauen. Es gibt auch viele Sonderfälle: Bsp. Auslandschweizer, also Schweizer die keinen festen Wohnsitz in der Schweiz haben, sind von dem Militärdienst und den Ersatzleistungen ausgeschlossen.

Falls du wehrpflichtig bist - Hast du einen dieser 3 Optionen gewählt? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Erzähl es uns in der Kommentarspalte.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Dada BeBe, Luzern
    Bin momentan in der 20 RS Woche und hab somit bald die Rekrutenschule beendet. Ich blicke auf viele Erlebnisse zurück. Der einzige Grund das ganze durchzustehen ist aufjedenfall die Kameradschaft. Ich konnte hier viele tolle Menschen aus der ganzen Schweiz kennenlernen. Ich bin froh die RS gemacht zu haben, nichts desto trotz werde ich zum Zivildienst wechseln. Schlussendlich leiste ich lieber einen nützlichen Dienst an die Gesellschafft als im Militär die Zeit tot zu schlagen.
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  • Kommentar von Hannes Wenger, Birmensdorf ZH
    Als ich in die RS musste, gab's den Zivildienst leider noch nicht. Ich stehe nicht auf Kriegsspiele und hätte gerne einen sinnvolleren Dienst an der Gesellschaft geleistet, als im Schlamm zu liegen und rumzuballern. Jedem das Seine. Ich finde es richtig, hat man heute die Möglichkeit, eine Alternative zu wählen. Allerdings verlange ich als Freund der Gleichstellung, dass endlich ALLE, also auch Frauen und Ausländer, ihre Diensttage leisten müssen, in welcher Form auch immer.
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  • Kommentar von D. Unedan, Münchenstein
    Nicht zu vergessen: Wer Zivilschutz leisten will, kann dies im Gegensatz zu Zivildienst und Armee auch ohne Schweizer Bürgerrecht^^
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