Queer, und das ist gut so.

Mal stehen sie zu siebt auf der Bühne (mit halb nackten Gogo-Tänzern), mal zu siebzehnt. Immer dabei: Mastermind Joel Gibb, und der wilde, manchmal zauberhafte Indie-Pop von The Hidden Cameras.

Ich habe diesen Song entdeckt, der grad alles ein bisschen besser gemacht hat. Dann habe ich diese Band entdeckt, die ich innert weniger Minuten ziemlich gut fand.

Aber beginnen wir von vorne

Die Queercore-Band The Hidden Cameras aus Toronto ist die Art von Band, die man gerne mal als Überraschungsact für die feine Weihnachtsfeier der Schweizer Bischofskonferenz engagieren möchte. Kinder, stellt euch das vor. Die Texte der Band setzen sich mit diversen Aspekten der homosexuellen Lebenswelt auseinander. Ihre Auftritte gestalten sie als Wundertüte: mal zu siebt mit Gogo-Tänzern, mal stehen siebzehn Typen und Frauen auf der Bühne.

Der skandalöse (huch!) Auftritt bei Bayern München

Mehmet Scholl findet The Hidden Cameras super. Er hatte keine Probleme damit, sie an seiner Abschlussfeier von Bayern München 2007 auftreten zu lassen. Ganz im Gegensatz zur grimmigen Bayern-Chefetage im Saal, und - nicht zu vergessen - den homophoben Fussballfans.

Der erste Song ihres neuen Albums «Home On Native Land» (erscheint am 28.10.16.) macht das Herz fröhlich und verleiht der eh viel zu unterschätzten Hawaiigitarre einen prominenten Auftritt.

Queercore

Die Protagonisten von Queercore-Bands bekennen sich offensiv und selbstbewusst zur Homosexualität, Bisexualität und Queerness.