«Sag einem Promi-Paar den falschen Namen!»

Diese und weitere Schandtaten musste SRF-Virus-Moderatorin Bettina Bestgen an den Swiss Music Awards begehen. Mit Videobeweis:

Eigentlich mag ich meine Arbeitsbuddies bei SRF Virus. Eigentlich. Ausser sie drücken mir eine Box in die Pfoten und sagen: «Lug Bettina, da hast du eine Schatztruhe gefüllt mit Aufgaben. Du gehst jetzt an die Swiss Music Awards und erfüllst die!». Schatztruhe? Eure Mütter. Es ist eine verdammte Schandtruhe.

Das sind die Aufgaben

Soll ich dir mal sagen, was die mir für Kacksachen auf so herzig zusammengefaltete Zettel gekritzelt haben? Aso:

  • Klau einen Swiss Music Award
  • Du hast keine Bewilligung in die Halle reinzugehen. Probiere es trotzdem und berühre die Bühne
  • Sag dem am hässlichst angezogenen Promi auf dem roten Teppich er sei der Schönste
  • Du hast einen Flachmann gefüllt mit Wasser. Verkauf es den Promis als Schnaps
  • Sag einem Promipaar den falschen Namen

Die letzte Aufgabe kam extrem gut an. NOT. DJ Antoine und Laura Zurbriggen sind ein Paar - letzte Woche bekannt gegeben und somit überall in den Medien. Sie dann mit dem Namen eines anderen Schweizer Models anzusprechen war so mittelschön.

Ob es Lämpen gab? Ja ja.

Am grossen Showabend im Hallenstadion hatte es an jedem Ecken einen Securitas. Alles ist strikt geregelt und die Taschen wurden millimetergenau durchsucht bevor man ins Mediencenter durfte («Haben Sie eine Bombe dabei?», fragte mich die Dame am Eingang).

Ein Verbot: Die Medienleute dürfen nicht auf den roten Teppich drauf. Getrau dich also ja nicht auch nur daran zu denken, du könntest den grossen Zehen oder sogar einen ganzen Fuss auf den roten Teppich stellen. Medienleute sind hinter der Abschrankung und schreien die Promis zu sich. Ich war an diesem Abend 3x mitten auf dem roten Teppich. Zmitzt druff. Die Reaktionen der Securitas war genau so, wie du es dir jetzt vorstellst. Mittelschön again.

«Machemer Friede?»

Wenn du jetzt Erbarmen mit mir hast (oder mein Chef bist und denkst: «Bettina hat unseren Ruf ruiniert, die scheiss ich morgen ganz fest zusammen!»), kann ich dir sagen, es ist alles easy. Niemand war nachhaltig muff, mir geht es auch gut und am Schluss vom Abend haben wir uns alle die Hände gegeben und wieder Frieden geschlossen. Ende gut alles gut.

Mein einziges Problem? Ich weiss noch nicht, ob mein ergaunerter Swiss Music Award besser auf dem Nachttischli oder in der nicht vorhandenen Glassvitrine aussieht.