The Mighty Hannibal: Der Soulsänger hätte mehr Glitzer verdient

Er war ein grandioser Musiker - man kann ihn mit Künstlern wie James Brown oder Little Richard vergleichen. Doch The Mighty Hannibal blieb den grossen Bühnen fern. Bonaparte-Frontmann Tobi Jundt holt den amerikanischen Soulsänger aus der Versenkung.

Mighty Hannibal

Bildlegende: The Mighty Hannibal, eine ganz grosse Stimme, die vergessen ging Keystone

Parties, Konzerte und gute Laune überall

Das letzte Jahrhundert wurde geprägt von Soul- und Funk-Musik. Glitzer, Glimmer, Zigarren, Schnapps und Tanzmusik. Genau in dieser Welt lebten die Künstler James Brown und Little Richard. Mit ihrer Musik prägten sie Generationen. Noch heute ist ihre Musik überall bekannt - «I Feel Good» von James Brown kennt jeder:

Tobias Jundt von Bonaparte findet, dass The Mighty Hannibal in einem Atemzug mit James Brown oder Little Richard genannt werden muss.

Der amerikanische Soul-Musiker war nie ganz oben dabei. Nach seinem Hit «Hymn No. 5» aus dem Jahr 1966 kamen Heroinprobleme. Seine politischen und kritischen Texte vor allem gegen den Vietnamkrieg waren nicht für das Radio geeignet, die Songs durften nicht gespielt werden.

Sache der Einstellung

Er wollte aber seinen Prinzipien treu bleiben, seine Meinung und politische Haltung mit seinem Schaffen ausdrücken. Und er wollte frei sein, mitten im Leben stehen. Auch als diagnostiziert wurde, dass er sein Augenlicht wegen einer Nervenkrankheit verlieren würde, ging für ihn keine Welt unter - er sah es positiv:

«  Ich habe genug gesehen. Es ist ein Segen, ich kann schliesslich nicht über Menschen urteilen nur auf Grund ihres Aussehens. »

The Mighty Hannibal

Genau diese Stärke spürt man in seiner Musik und darum ist für Herrn Bonaparte klar: Auch der verstorbene The Mighty Hannibal gehört definitiv zu der grossen Soul- und Funk-Liga des letzten Jahrhunderts dazu.

Die ganze «Bonaparte Radio Show» über The Mighty Hannibal kannst du dir hier anhören.

«Bonaparte Radio Show»

Bonaparte-Frontmann Tobi Jundt stellt dir Musik aus der ganzen Welt vor. Jeden Montag zwischen 19 und 20 Uhr in der «Bonaparte Radio Show» auf SRF Virus.