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Bandporträt Jon Hood, oder: Wo ist der nächste Baum, den wir umarmen können?

Mit ihrem Debütalbum «Body Semantics» verstärken die drei Luzerner Jon Hood unser Verlangen, eins mit der Natur zu werden. Das Trio ist zu Gast für eine Studio Session.

Es gibt musikalische Vergleiche, durch welche niemandem geholfen wird. Schlagwort «Radiohead». Ist es wirklich hilfreich, wenn man dem Vergleich mit einer der wohl einflussreichsten Rockbands aller Zeiten standhalten muss?

Eine ähnlich hoch liegende Messlatte heisst «Björk». Man kann von der isländischen Musikerin halten was man will, ihre Einzigartigkeit bleibt unbestritten.

Und trotzdem: Wer sich durch «Body Semantics» von Jon Hood, Link öffnet in einem neuen Fenster hört, dem kommt tatsächlich immer wieder Björk in den Sinn. Und zwar nicht nur wegen der Stimme von Sängerin Joan Seiler oder den schwebend leichten Indie-Folk-Pop-Songs, sondern auch wegen der – Achtung, jetzt wirds esoterisch! – spirituellen Qualität des Albums.

Ja, wirklich: Seiler und ihre beiden Mitstreiter haben für ihr Debütalbum neun Songs aufgenommen, die einem dazu animieren, sich wieder mehr mit der Natur zu verbinden.

So möchte man unmittelbar nach dem ersten Hördurchgang den Wind in den Haaren spüren, einen Spaziergang durch den Wald machen und dort ein paar Bäume umarmen – oder einfach ein Ohr auf den Boden legen und Mutter Natur zuhören (so funktioniert das doch, oder?).

Zusätzlich beeinhaltet «Body Semantics» ein ziemlich unerwartetes Cover. Nebst acht eigenen Songs findet man auf dem Debütalbum des Trios nämlich auch eine wunderschöne Coverversion von «I Won't Hurt You, Link öffnet in einem neuen Fenster» der West Coast Pop Art Experimental Band.

Das nächste Stück Luzerner Kuchen

Jon Hood entspringt dem Luzerner «Red Brick Chapel, Link öffnet in einem neuen Fenster»-Kollektiv, welches dank Acts wie East Sister oder Vsitor seit einiger Zeit zu den interessantesten Indie-Adressen der Schweiz gehört.

Wie auch andere Bands dieses Labels, bedienen sich auch Jon Hood dem kollaborativen Spirit von «Red Brick Chapel»: So sind bei Jon Hood sowohl Alois-Frontmann Martin Schenker und Mario Hänni (ja, der Mario Hänni) mit an Bord, die beide auch bei anderen Bands des Labelkollektivs mitmischeln.

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