Who's Panda: die grössten Angeber der CH-Musikszene

Ein kurzer Blick in die sozialen Medien reicht: diese fünf Aargauer leben den Rock'n'Roll wie keine Zweiten. Ist ihr neues Album «Quiet Man» wirklich die einzige Platte, welche Gitarrenmusik vor dem Aussterben retten kann?

Falsche Bescheidenheit? Pffft. Wozu auch! Die Message von Who's Panda ist klar: ihr neues Album «Quiet Man» ist das einzige Album, das du brauchst. Alle anderen Songs und Alben kannst du getrost von deinem Smartphone und deinen Spotify-Playlisten löschen, deine Plattensammlung verbrennst du am besten jetzt gleich.

Kaum eine andere Schweizer Band weiss ihren Spirit und ihre Attitüde so gut zu verkaufen wie das Quintett aus Baden – und das steckt an. Hält man das zweite Album der fünf Aargauer zum ersten Mal in den Händen, überkommt einem effektiv das Gefühl, dass das hier gerade die Wiederkunft vom Rock'n'Roll-Jesus höchstpersönlich sein muss.

Zwei Alben in einem

Die zehn Songs von «Quiet Man» lassen sich in zwei Hälften unterteilen: die A-Seite versprüht «Samstagabend, 23 Uhr, die Stadt gehört uns, lasst uns einen drauf machen»-Partyspirit (siehe die beiden Singles «Change» und «Quiet Man» oder «Sweet Lips»), die fünf Songs auf der Rückseite schlagen nachdenklichere Töne an.

Die ergreifendsten Songs des Albums findet man also in der zweiten Hälfte. «Eclipse» zum Beispiel. Eine epische, beide-Hände-zum-Himmel-Rockhymne, die garantiert besser ist, als das meiste, was die Kings of Leon in den letzten 7 Jahren zusammengebastelt haben.

Und wenn Who's Panda im Refrain von «Crimson Sky», dem eindeutigen Highlight von «Quiet Man», dann fragen: «Do You Believe My Song?», bringen sie damit alle, die je an der vielzitierte «Rock'n'Roll will NEVER die»-Platitüde gezweifelt haben, zum Schweigen. Denn diese Platte ist der beste Beweis: Rock'n'Roll wird niemals sterben. Jawohl.